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Sport Jugend
17.12.2019

R.TTV.R-Einzelmeisterschaften der Nachwuchsklassen in Sohren

Ranglistenergebnisse größtenteils bestätigt.

Die großen Überraschungen sind bei den Verbands-Einzelmeisterschaften des Nachwuchses wie so häufig ausgeblieben. Im Wesentlichen wurden in Sohren die Ergebnisse der Ranglistenturniere bestätigt. Angenehm, gerade für die Jüngsten: In den Vorrunden konnten bis auf vier alle Tische mit lizensierten Schiedsrichtern besetzt werden. Das garantierte der Veranstaltung einen reibungslosen Ablauf.

Bei den Jungen 18 war in Abwesenheit von Ranglistensieger Justin Seckler (VfR Simmern) der Weg frei für Johannes Willeke. Der Spieler des TTV Andernach, der noch dem jüngeren Jahrgang angehört, hatte allerdings zu kämpfen. Schon im Achtelfinale setzte er sich nur mit einem 11:9 im fünften Satz gegen Yannik Stendebach (TTC Wirges) durch. Willeke musste auch im Endspiel über die volle Distanz gehen, bevor er sich gegen Paul Richter (TuS Weitefeld-Langenbach) durchsetzte. „Johannes hat bestätigt, dass er mit vorne reingehört“, sagte Anja Becker. Die scheidende TTVR-Jugendwartin wurde bei der Veranstaltung verabschiedet, bleibt dem neuen, größeren Verband aber in anderer Funktion erhalten. Die knappen Ergebnisse zeugten von einer hohen Leistungsdichte. „Es war ein sehr ausgeglichenes, gutes Teilnehmerfeld“, bestätigte Becker. Neben Seckler, Willeke und Richter, die vorqualifiziert waren, lösten auch die Halbfinalisten Enrico Liesenfeld (VfR Simmern) und Thomas Ebel (TTG Mündersbach/Höchstenbach) sowie der fünftplatzierte Filip Flemming (TuS Weitefeld-Langenbach) die Fahrkarte zur Region-7-Meisterschaft.

Drei Spielerinnen des TTC Mülheim-Urmitz machten den Titel bei den Mädchen 18 unter sich aus. Dass dabei Li Meng im Halbfinale Ilsa Krebs mit 13:15 im fünften Satz unterlag, war für Anja Becker nicht die große Überraschung. „Es war ein ganz spannendes, sehr enges Spiel“, sagte die Jugendwartin. „In einem vereinsinternen Duell kann das vorkommen.“ Im Endspiel setzte sich dann Larissa Berger, die in der Vorschlussrunde Liska Märtens (TSV Gau-Odernheim) glatt geschlagen hatte, mit 3:1 gegen Krebs durch. Berger und Li haben noch eine Saison in dieser Altersklasse vor sich, Krebs (Jahrgang 2006) und Märtens (Jg. 2005) sind sogar bei den Mädchen 15 startberechtigt.

Bei den Jungen 15 gab  es in Vincent Keßler, Colin Grave (beide SV Windhagen), Torben Seibert (TTC Mülheim-Urmitz), Elias Mehlig (FSV Mainz 05) und Ole Kaspers (TSG Drais) gleich fünf Vorqualifizierte für die Region-7-Meisterschaft. Die drei Letzteren nahmen dennoch teil, mussten aber Felix Meyer den Vortritt lassen. Der Spieler des  TuS Weitefeld-Langenbach bezwang im Finale Mehling in drei Sätzen. Meyers Vereinskollege Finn Schütz, der in der Vorschlussrunde Mehlig unterlegen war, zuvor aber etwas überraschend Seibert bezwungen hatte, sicherte sich den zweiten Quotenplatz. Den dritten halten sich die Verantwortlichen noch offen. Ein Kandidat ist Johann Schellenberg (FSV Mainz 05), der vierte Halbfinalist. „Es stehen die verdient oben, die wir da auch erwartet hatten“, kommentierte Anja Becker den Ausgang.

Einen „absoluten Favoritensieg“ sah die Jugendwartin bei den Mädchen 15. Ilsa Krebs, die ja auch in der höheren Altersstufe das Endspiel erreicht hatte, setzte sich im Finale gegen Carina Weiß (TuS Weitefeld-Langenbach) durch. Beiden war schon zuvor die Teilnahme an den Regionstitelkämpfen gewisse gewesen. Ebenfalls vorqualifiziert war Kaylee Mesenholl (SV Windhaben), die Platz fünf belegte. Neben den Halbfinalistinnen Maya Bangel (RSV Klein-Winternheim) und Liska Märtens (TSV Gau-Odernheim) schnappte sich auch Sophie Leins (TTG Mündersbach/Höchstenbach) einen Quotenplatz.

In den tieferen Altersklassen gibt es keine weiterführende Wettbewerbe. Deshalb ging es hier nur um Titel und Platzierungen. Ranglistensieger Linus Schwickerath (TTSG Sörgenloch/Zornheim) verzichtete auf eine Teilnahme bei den Jungen 13 und startete lediglich zwei Altersklassen höher, wo er allerdings bereits in der Vorrunde hängenblieb. „Ansonsten hat sich das Ergebnis des Ranglistenturniers bestätigt“, kommentierte Anja Becker den Ausgang. Im Finale schlug Elias Mehlig (FSV Mainz 05) in vier Sätzen Ole Kaspers (TSG Drais). Phil Schweitzer (TTF Oberwesterwald), der wie Magnus Löhlein (FSV Mainz 05) in der Vorschlussrunde stand, ist zwei Jahre jünger als seine Konkurrenten und tritt auch noch in der U11 an.

Etwas überraschend gewann Johanna Braun (TTC Wirges) das Endspiel bei den Mädchen 13 gegen die topgesetzte Carina Weiß (TuS Weitefeld-Langenbach). Das Finale endete zwar 3:0, doch letztlich entschied Braun nur sieben Ballwechsel mehr für sich. „Es war ein sehr enges, gutes Endspiel auf hohem Niveau“, sagte die Jugendwartin. Insgesamt würde man sehen, dass die Spielerinnen vorne landen, die ein höheres Trainingspensum fahren.

In Phil Schweitzer (TTF Oberwesterwald) fand die Konkurrenz der Jungen 11 ihren verdienten Sieger. Im Endspiel traf er wie erwartet auf Samuel Roushanai (TuS Wendelsheim) und gewann glatt mit 3:0. Aus nachvollziehbaren Gründen – hier sind Leistungssprünge an der Tagesordnung – sind in der jüngsten Altersklasse Überraschungen am ehesten möglich. So war nicht unbedingt mit dem Einzug von Moritz Stehling (TTC Mülheim-Urmitz) und Iván Venegas Reinganz (SG Tiefenstein/Herborn) in die Vorschlussrunde zu rechnen. „Sie haben sich etwas ins Rampenlicht gespielt“, sagte die Jugendwartin. „Das war eine starke Leistung.“ Dafür schied Mika Schütz (TuS Weitefeld-Langenbach) etwas unerwartet schon im Achtelfinale aus.

Mit dem Titelgewinn bei den Mädchen 11 verabschiedete sich Stella Huynh (TTC Mülheim-Urmitz) aus dem Verband. Im neuen Jahr wechselt sie zum WTTV. Im Finale schlug sie Lene Walz (TSV Gau-Odernheim) in vier Sätzen. Mit neun Jahren war Sophia Matz (DJK Asterstein) die jüngste Halbfinalistin. Sie hatte gegen Huynh aber ebenso wenig eine Chance wie Filine Wager (SV Alsdorf) gegen Walz.

 

Gert Adolphi

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