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08.06.2019

Talentcup in Düsseldorf

Trotz teilweise guter Leistungen konnten beim diesjährigen Talentcup von den R.TTV.R keine überragenden Ergebnisse erspielt werden. Positiv überraschen konnte der Rheinhesse Ole Kaspers, der sich den 7.Platz erspielte.

Im Jahrgang 2008 traten für den R.TTV.R Ole Kaspers (TSG Mainz-Drais) und Johanna Braun (TTC Wirges) an. Vor einem Jahr hatte Johanna Braun den 17. Platz in der jüngeren Altersklasse belegt und es sich eigentlich vorgenommen besser abzuschneiden. Trotz eines guten dreitägigen Lehrgangs im Vorhinein gelang ihr dies nicht. "Ihr fehlt noch die Sicherheit gegen unangenehme Spielsysteme durchzukommen", analysierte Felix Füzi, der in dieser Altersklasse als Betreuer fungierte.

In der Vorrunde konnte sie kein Spiel für sich entscheiden, auch wenn sie dreimal durchaus Siegchancen hatte. Etwas besser lief es in der Zwischenrunde, als immerhin die Brandenburgerin Müller mit 3:2 besiegt werden konnte. Sonst lief aber auch nicht wirklich viel zusammen und im abschließenden Duell konnte sich immerhin der 21. Platz gesichert werden. "Klar, hatte sich Johanna ein besseres Ergebnis erhofft. Wichtig ist aber, dass sie versucht die trainierten Inhalte umzusetzen. Wenn sie damit weitermacht, wird sich das auch bald in besseren Resultaten widerspiegeln", bilanzierte der Verbandstrainer die Leistung seines Schützlings.

Besser lief es bei Ole Kaspers zusammen, auch wenn der Mainzer durch ein Wechselbad der Gefühle gehen musste. Im ersten Einzel musste er sich noch mit 13:11 im fünften Satz Felix Herlt aus Hamburg geschlagen geben, ließ sich davon aber nicht hängen und konnte in der darauffolgenden Partie den hessischen Halbdistanzspieler Cedric Montimurro im Entscheidungssatz mit 11:7 entzaubern. Den Schwung dieses Sieges konnte er jedoch nicht in die nächste Runde mitnehmen und unterlag seinem Berliner Kontrahenten mit 1:3. Jetzt machte es Ole Kaspers aber wieder spannend, konnte dem unangenehm aufspielenden Linkshänder Schrader (TTVN) mit seinen gefühlvollen Vorhandtopspins derart zusetzen, dass er sich erneut im Entscheidungssatz mit 11:9 durchsetzte. Nach der abschließenden 0:3 Niederlage gegen den Gruppenkopf landete Ole auf dem dritten Platz der Gruppe. Und das nur dank mehr gewonnenen Bällen, denn die Konkurrenten auf den Plätzen 4 und 5 verfügten über das gleiche Spiel- und Satzverhältnis! 

Damit ging Ole mit einer ausgeglichenen Bilanz in die Zwischenrunde, denn der Niedersachse Schrader hatte sich als Gruppenzweiter in die nächste Runde gespielt und nahm damit seine Niederlage gegen den Mainzer mit. Und weiter ging es mit einem knappen Ergebnis: Dem Saarländer David Seitzer musste Ole nach dem 2:3 leider gratulieren, ehe noch eine 0:3 Niederlage folgte. Dafür gelang im abschließenden Spiel ein sensationell deutlicher 3:0 Erfolg über den späteren Gesamtvierten Danielus Galatilitis (WTTV), womit klar war, dass sich der junge Rheinhesse unter die Plätze 5-8 gespielt hatte!

Am darauffolgenden Sonntag also die Platzierungsspiele. Einem starken Silas Schurr (TTBW) hatte Ole beim 5:11, 2:11 und 6:11 jedoch nichts entgegenzusetzen, konnte sich aber für das Duell um Platz 7 noch einmal aufraffen und den Saarländer René Ackermann mit 3:0 letztlich deutlich in Schach halten. Eine tolle Platzierung, mit der vor dem Turnier nicht unbedingt zu rechnen war!

In der jüngeren Altersklasse (2009 und jünger) vertraten Phil Schweitzer (TTF Oberwesterwald) und Samuel Roushanai (SV Offenheim) den R.TTV.R.

Samuel konnte sich in der Vorrunde leider keinen Sieg erspielen, auch wenn er gegen fast jeden seiner Kontrahenten einen Satz gewinnen konnte. In der Zwischenrunde ging es ähnlich weiter, auch wenn immerhin der Pfälzer Niklas Richard mit 3:0 deutlich bezwungen werden konnte. Das sollte nicht der letzte Sieg bleiben, denn in der Platzierungsrunde gelang nach einem 3:0 über den Bremer Julius Asche ein ebenso deutlicher Erfolg gegen den Berliner Devin Firat. Ein versöhnlicher 21. Platz stand am Ende für den Rheinhessen bei seiner ersten nationalen Veranstaltung zu Buche. "Für Samuel war es das erste Turnier auf diesem Level, er agierte noch nervös und muss lernen Spielzüge auch zu planen", erklärte Verbandstrainer Torsten Feuckert, der mehrmals die Woche mit seinem Schützling arbeitet und ihn in Düsseldorf betreute.

Ebenfalls das erste Mal dabei war Phil Schweitzer, der sich zunächst an die Wettkampfhärte gewöhnen musste, sich aber gut in das Turnier hinein kämpfte. Zwar konnte er nur gegen Julius Asche (FTTB) gewinnen, brachte jedoch Zhang Jia Yuan aus Hamburg in arge Bedrängnis, als er gegen diesen sogar mit 2:1 in Sätzen führte. Jener Hanseat brachte es am zweiten Tag immerhin fertig den zweiten Platz zu erringen! - Und auch gegen Ben-Luca Köhler (HETTV) wäre ein Sieg möglich gewesen, wenn die zwei knappen Sätze nicht zugunsten seines Kontrahenten ausgegangen wären.

In der Zwischenrunde gelangen Phil immerhin zwei Siege, unter anderem mit 3:2 gegen Elias Kühne (TTVSA), der sonst alle Partien in der Gruppe für sich entscheiden konnte und damit den Gruppensieg einheimste. Dummerweise sorgte allerdings das Satzverhältnis dafür, dass der Westerwälder nur den vierten Gruppenplatz erreichte, denn auch zwei andere Spieler hatten eine 3:2 Bilanz vorzuweisen. Egal! Am nächsten Tag ging es mit einem deutlichen 3:0 über den Linkshänder Hannes Hüttig (TTTV) los und in das abschließende Duell mit Luke Jalaß (TTVSH). Die ersten zwei Sätze gingen beide verloren, doch Phil steigerte sich und erzwang den Entscheidungssatz. Dieser war extrem umkämpft, schließlich vergaben beide Kontrahenten mehrfach Matchbälle, ehe sich doch der Norddeutsche mit 14:12 durchsetzen konnte. "An die psychische Härte bei diesem Turnier musste Phil sich erst gewöhnen, aber er hat gut in das Turnier reingefunden und gezeigt, dass er in dieser Altersklasse absolut konkurrenzfähig ist. Eine bessere Platzierung ist nächstes Jahr sicher möglich", kommentierte Verbandstrainer Felix Füzi den 18. Platz des jungen Westerwälders, der im Regionskader unter Leitung von Andreas Greb ausgebildet wird.

Alles in allem ein durchwachsener Talentcup für die Starter des R.TTV.R, die sich über errungene Erfolge freuen und die Niederlagen nutzen um daraus Lehren zu ziehen und sich weiter zu entwickeln. 


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