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12.05.2019

Regionspokalsieger bzw. nachgerückte Zweitplatzierte treffen sich in Windhagen

Spannende Spiele - Schöne Atmosphäre - Die DPM rufen

Wie schon vor zwei Jahren traf sich die Tischtenniselite des Rheinlandes im nördlichen Windhagen, um hier ihre Verbandspokalsieger zu krönen.

Los gings Samstag mit den Herren C (Kreisliga und 1. Kreisklasse) und Herren D (2. Kreisklasse und tiefer). In der Herren D-Klasse durfte sich leider niemand zu den deutschen Pokalmeisterschaften (DPM) qualifizieren, da es diese Klasse schlichtweg auf Bundesebene nicht gibt. Umso erstaunlicher, dass von acht Regionen sieben ihre Vertreter schickten, um Ruhm und Ehre zu erlangen. Bereits im Viertelfinale wurde in zwei von drei Spielen bis zum siebten und letzten Punkt gespielt. Im Halbfinale fanden sich schließlich der TV Berzhahn, der TuS Klotten, die TTSG 76 Wittlich IV und die Diezer TSG „Oranien“ II wieder. Der TV Berzhahn war hier für die Klottener nicht zu bezwingen. Geschickt aufgestellt hatten die Berzhahner, in dem sie „Altmeister“ Michael Skotzke – sicherlich der stärkste Spieler – so setzten, dass er immer das letzte Spiel machen konnte, um notfalls die Kohlen noch aus dem Feuer zu holen. Die Taktik ging auf und sie kamen damit bis ins Finale. Die Diezer TSK „Oranien“ II mit einem Freilos ausgestattet, kämpften bis zum bitteren Ende, mussten sich aber dann mit 3:4 gegen die TTSG Wittlich IV und dem kleinen Finale zufriedengeben. Dort kämpften sie sich aber nochmal durch und konnten schließlich den dritten Platz erringen. Der TV Berzhahn hatte im anstrengenden Viertelfinale jede Menge Körner gelassen. Michael Skotzke unterlag in seinem Einzel im fünften Satz. Nachdem man nach dem Doppel noch mal hoffen durfte, war dann aber im ersten Einzel nach dem Doppel Schluss und die TTSG 76 Wittlich IV wurde Pokalsieger.

Bei den C- Herren hatten leider nur fünf Mannschaften gemeldet. Es gab drei Freilose. Einer der vermeintlichen Favoriten – SV Eintracht Mendig II durfte sich zunächst mal durch ein Viertelfinale durchkämpfen. Niklas Kohlhaas brauchte erst mal fünf Sätze, bevor es dann vermeintlich schnell 3:1 für die Männer aus der Vulkaneifel stand. Mirco Heuft tat sich schwer. Sein Gegner griff wenig an, so dass er selbst aktiver sein musste – so gar nicht sein Ding. Er holte den Sieg für die Mendiger mit 12:10 im fünften Satz. Wer auf ein Finale Mendig – Erpel getippt hatte, behielt Recht. Die Erpeler setzten sich relativ deutlich gegen den SV Hertha Nievern durch. Der SV Eintracht Mendig II hatte es da nicht ganz so einfach. In keinem Spiel war es in drei Sätzen erledigt. Letztlich behielt Mendig jedoch die Oberhand. Der SC Westernohe hatte stark gekämpft und ein kleines Finale verdient gehabt. Die Männer von der Lahn (SV Hertha Nievern) wollten jedoch gerne nach Hause und schenkten den Westernohern den dritten Platz. Im Finale zog Mendig dann schnell mit 3:0 davon. Die einzelnen Sätze waren immer knapp, aber Erpel fehlte immer das Quäntchen Glück. So einfach wollte man sich jedoch nicht geschlagen geben. Das Doppel ging relativ deutlich an die Erpeler, das erste Einzel danach im fünften ebenfalls. Julien Freund führte im fünften bereits mit 10:5, das musste doch das 3:3 sein. Aber Mendig ließ sich nun den Sieg nicht mehr nehmen, Niklas Kohlhaas holte den fünften Satz mit 12:10 und Mendig darf zu den Deutschen.

In der Herren-A und der Herren B-Klasse standen die Favoriten auf dem Papier schon längst fest, aber alles muss ja nun einmal gespielt werden. An diesem Muttertagssonntag gab sich auch der Regionsvorsitzende Marcel Mareien die Ehre. Und er konnte einige spannende und kampfbetonte Spiele beobachten.

Ein einziges Viertelfinale in der Herren– B- Klasse ging bis zum bitteren Ende. Die TTG GR Trier/Zewen III zwang die TTG Daun-Gerolstein III bis ins letzte Einzel. Dort schaffte Henrik Raestrup einen klaren 3-0 Sieg und so zogen die Trierer ins Halbfinale ein. Hier wars dann aber gegen die SV Eintracht Mendig schnell vorbei. Nur Henrik Raestrup schaffte es bis in den fünften Satz. 4:0 hieß es am Ende für Mendig. Im anderen Halbfinale bezwang der VfL Oberbieber den TTC Gründ-Weiss Kirn II ebenfalls recht deutlich mit 4:0, so dass das von Experten getippt Finale starten konnte. Aaron Steinberg kann hier mit Fug und Recht behaupten, den Oberbieberern den Sieg gerettet zu haben. Er holte seine beiden Einzel erst im fünften und musste dafür echt fighten. Auch die einzelnen Sätze waren mehr als knapp. Im letzten Spiel machte dann Thomas Bauer den Sack zu. Oberbieber vertritt den TTVR und die Region Koblenz/Neuwied auf der DPM. Im kleinen Finale siegte der TTC Grün-Weiß Kirn II. Die Kirner gewannen zwei von drei Fünf-Satz-Spielen und konnten so den Grundstein für den Sieg legen.

Bei den Herren A hätte wohl jeder auf Windhagen und Weitefeld II getippt. Und dann war da ja auch noch Wirges und Kirn. Weitefeld waren jedoch die einzigen, die mit Nummer 1-3 angetreten waren. Schlecht waren die anderen Aufstellungen jedoch auch nicht. Trotzdem hatte es Windhagen im Viertelfinale schon fast erwischt. Mit 3:1 lagen die Lokalmatadoren bereits hinten, bevor Niklas Ott, Colin Grave und Sebastian Jungblut das Ding noch mal drehten. Mit einem fünf-Satz-Sieg des Colin Grave nach zwei Sätzen hinten, hatte da auch keiner gerechnet. Auch Weitefeld-Langenbach hatte zu kämpfen. Andreas Greb – fünf-Satz-Winner konnte seine beiden Einzel gegen Daniel Sporcic und Dominik Stendebach im fünften holen und legte so den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale. Im Halbfinale wartete auf Weitefeld die SG Sinzig-Ehlingen und auf Windhagen der TTC Grün-Weiß Kirn. Kirn und Weitefeld dieses Mal Favorit. Weitefeld gewann mit 4:1, wobei auch hier einzelne Sätze durchaus in die Verlängerung gingen. Die Kirner hatten zu beißen. Nach 0:2 hinten, holte man auf 3:2 auf. Doch so einfach wars nicht. Wieder war Colin Grave der Punktesammler, dieses Mal gegen den spielerfahrenen Micha Adam. Im letzten Spiel hatte Sebastian Jungblut aber nicht wirklich eine Chance und Kirn gewann mit 4:3. Im Finale waren die einzelnen Spiele recht deutlich, entweder deutlich für Weitfeld oder deutlich für Kirn. Im vorletzten Einzel zeigte dann Andi Greb erneut Nervenstärke und holte die Fahrkarte zur DPM. Im kleinen Finale bezwang Windhagen die SG Ehlingen wieder mit 4:3. Wieder lag man 1:3 hinten. Doch den dritten Platz wollt man nun ja wenigstens holen und so wurde nochmal Energie reingesteckt. Niklas Ott schaffte den Sieg im fünften bevor diesmal Colin Grave den letzten Punkt holte.

Bei den Damen A war sicher Mülheim II Favorit. Doch so einfach wollten sich die Damen aus Simmern im Finale nicht geschlagen geben. Nach drei Einzeln und dem Doppel stand es 2:2. Das Doppel war dabei mehr als knapp. Erst im fünften konnten die Mülheimer gewinnen. Auch Sabine Schneider packte ihre ganze Routine aus, gegen Lisa Gu reicht es dann trotzdem nicht. Leila Jakobczak kämpfte sich bis in den fünften. Doch Ilsa Krebs ließ nicht locker, holte den fünften mit 11:6 und damit den Sieg und die Fahrkarte zur DPM. Im kleinen Finale siegte die SG Mühlbachtal gegen die Damen von der TTG Pellenz.

Zwei schöne Tage waren es in Windhagen. Kurzfristig gehen jetzt die Meldungen zur Deutschen raus. Und vielleicht schaffte es ja noch der ein- oder andere Nachrücker zur DPM. Daumen sind gedrückt.

 

 


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