Herbert Weber
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Bericht des Schulsportbeauftragten zum Regionstag am 13.06.08 in Neuwied / Torney

Zunächst möchte ich einige Bemerkungen machen zu den diesjährigen Tischtennis – Minimeisterschaften, die u.a. zum Aufgabenbereich des Schulsportbeauftragten gehören.

In diesem Jahr wurde dieser einmalige Wettbewerb bundesweit zum 25. Mal durchgeführt, eine Tatsache, die dem DTTB erstaunlicherweise selbst kaum aufgefallen ist; jedenfalls hätte dieses Jubiläum zumindest eine besondere Erwähnung in den Ausschreibungen und Medien finden können.

Ich selbst halte diese Nachwuchsfindung und Rekrutierung für eine hervorragende Möglichkeit, die Jugendarbeit im Verein neu zu initiieren oder zu ergänzen. Leider setzt sich die Tendenz eines Rückgangs – sowohl was die Anzahl der Ortsveranstaltungen als auch was die Zahl der durchführenden Vereine angeht – weiter fort. Es kann festgestellt werden: 1. Die Zahl der Ortsentscheide nimmt kontinuierlich ab. Von 13 vor 2 Jahren auf 11 im Vorjahr ist sie in diesem Jahr auf 8 gesunken. Ist dies ein Zeichen nachlassender Jugendarbeit der Vereine, fehlt es an Sponsoren oder macht die Neuregelung der Einheits-Jugendklassen im regulären Spielbetrieb eine Rekrutierung von Anfängern uninteressant ?

2.Die Diskrepanz zwischen qualifizierten und tatsächlich teilnehmenden Kindern ist erheblich. Für Kobern-Gondorf (, dem Ort des Regionsentscheids) waren 85 qualifiziert, 44 nahmen teil d.h. knapp 52 %. Vor allem enttäuscht jedoch die beträchtliche Zahl der (schriftlich und persönlich!) eingeladenen Teilnehmer, die ohne Abmeldung / Entschuldigung fehlen. (> 40%) Außerdem kamen etliche sehr (zu) spät. Dies ist für die Organisatoren ein ziemliches Problem. Die meldenden Vereine sollten hier mithelfen, für eine bessere Planungssicherheit zu sorgen bzw. eine An-/Abmeldung selbst vorzunehmen. (Einen Ortsentscheid durchzuführen und sich anschließend nicht mehr um die Qualifikanten zu kümmern, ist sicher der falsche Weg)

3.Kobern/Gondorf ist möglicherweise nicht der beste Austragungsort wegen seiner Randlage. Daher soll im kommenden Jahr ein Austragungsort gewählt werden, der zentraler liegt.

Ich möchte weiterhin dafür werben, Jugendarbeit schon im GS – Alter zu beginnen. Hierzu ist das schon mehrfach dargestellte Modell „Kooperation von Schule und Verein“ eine hervorragende Möglichkeit, interessierte und engagierte neue SpielerInnen zu gewinnen. (Ich habe im laufenden Schuljahr eine solche Kooperation in Form einer AG durchgeführt und dabei folgende Ergebnisse erzielt: Drei dieser Spieler haben sich für den Landesentscheid der Minimeisterschaften qualifiziert und wurden dort gemeinsam Fünfte. Bei den TT - Grundschulmeisterschaften im Kreis MYK belegten sie mit 2 Mannschaften den 2. Und 3. Platz. Sie werden im kommenden Sportjahr als neue Schülermannschaft angemeldet.) Dieses Beispiel soll zeigen, dass es sich lohnt, schon im Grundschulalter Tischtennis als attraktive Sportart anzubieten.

In diesem Sinne bitte ich alle Verantwortlichen in den Vereinen, sich den Kindern bereits im frühen Alter zu widmen und ihnen Tischtennis als tolle Sportart anzubieten. Wir sollten keineswegs erst auf Quereinsteiger warten, die in anderen Sportarten ( z.B. Fußball) nicht zurechtkommen, um damit unsere Jugendmannschaften aufzufüllen.

gez. Herbert Weber