Herbert Weber
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Bericht des Schulsportbeauftragten zum Regionstag der Region Koblenz / Neuwied am 23.06.06 in Arzheim

Im wesentlichen befasste ich mich im vergangenen Jahr mit folgenden Themen, Aufgabenbereichen und Tätigkeiten:

1.Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit den Grundschulen (der Untermosel)

Insbesondere mit den GS Kobern/Gondorf und Dieblich habe ich während des vergangenen Jahres eng zusammengearbeitet. Mit diesen Schulen wird auch eine Kooperation gemäß der Kooperationsbedingungen des LSB durchgeführt.

Ich möchte wie auch schon früher alle interessierten Vereine auf die Möglichkeit dieser Tischtennis – Kooperation von Verein und Schule hinweisen. Dabei stellt der Verein einen Übungsleiter und die Schule eine interessierte Gruppe von Grundschulkindern (ca 8 – 12), die entweder im Rahmen einer AG vormittags oder an einem geeigneten Trainingsabend ca 2 Wochenstunden trainieren. Ideal ist dieses Modell für Ganztagsschulen. Der Vertrag beinhaltet einen Trainingzuschuss von 300 E pro Jahr. Es wird ein formalisierter Trainingsbericht vom LSB erwartet.

Zustande kommt eine solche Kooperation allerdings erst nach beidseitiger Antragsstellung (Schule + Verein) im darauffolgenden Jahr.

Weitere Auskünfte zur Kooperation gebe ich gerne telefonisch oder schriftlich.

Eine gerade begonnene schulsportliche Maßnahme im Bereich der Stadt Koblenz – von D. Idziazek initiiert – möchte ich nicht unerwähnt lassen: Er führt eine Tischtennis - Stadtmeisterschaft der interessierten Grundschulen durch, insbesondere auch, um im Nachwuchsbereich einiges zu bewegen.

2.Durchführung der Minimeisterschaften auf Orts- und Regionsebene

Die Durchführung der Minimeisterschaften auf Regionsebene liegt in anderen Regionen meist im Aufgabenbereich des Freizeitbeauftragten, kann aber auch mit guten Gründen dem Schulsport zugeordnet werden. Ich selbst habe bisher keinen einzigen dieser Wettbewerbe (seit dem ersten1983) versäumt, weil ich es vor allem auf Ortsebene für eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Nachwuchsfindung und –förderung halte. Als aktuelles Beispiel möchte ich den Sieg auf Verbandsebene und die Qualifikation zu den Deutschen Minimeisterschaften des gerade mal ein Jahr trainierenden Talentes Christopher Simonis (TTG Moseltal) nennen, der diese Erfahrung bestätigt.

Die Zahl der Ortsentscheide und die Gesamtzahl der Teilnehmer sind ein guter Gradmesser für die Zunahme oder Rückläufigkeit der Nachwuchsförderung insgesamt.

Hier ein kurzer Überblick über die entsprechenden Zahlen der letzten beiden Jahre:

2004/05 Ortsentscheide: 12 Teilnehmer: 22 M + 99 J = 121 Kinder
2005/06 Ortsentscheide 06 Teilnehmer: 24 M + 64 J = 88 Kinder

Im Schnitt nehmen davon ca 70 % an den Regionsmeisterschaften teil.
In diesem Jahr waren es 69%

Erkennbar ist die Tendenz, dass über die Jahre hinweg nur eine Handvoll Vereine eine Konstanz bezüglich der Durchführung von Ortsturnieren zeigt. Insgesamt sind es viel zu wenig. Die Zahlen früherer Jahre sind Traumvorstellungen. Wichtiger als große Teilnehmerzahlen bei Ortsentscheiden (obwohl auch erfreulich und wünschenswert) sind mehr Ortsentscheide , damit wir auch auf unterster Ebene präsenter sind und konkurrenzfähige Alternativen zu anderen Sportarten und den Multimedien anbieten. (Im Fußballbereich werden vielerorts systematisch Jahrgangsmannschaften in den GS rekrutiert)

Eine weitere Feststellung muss gemacht werden: der Schwund im weiblichen Nachwuchsbereich setzt sich fort. Dort wo es keine „Tradition“ für Mädchen - (mannschaften) gibt, ist ein systematischer Aufbau sehr schwierig. Vielfach sind Mädchen Einzelkämpfer in der Trainingsgruppe. Eine Anregung von mir wäre der Versuch, mit Genehmigung der Schulleitung / Klassenleitung in einem 3. oder 4. Schuljahr einen Klassenbesuch zu machen und eine „nur für / aus Mädchen“ bestehende Trainingsgruppe anzusprechen und auszuwählen.

Ich fasse zusammen:

Es wäre wünschenswert, wenn mehr Vereine die Möglichkeit der Nachwuchsrekrutierung wahrnehmen, indem sie den Kontakt zu „ihrer“ Grundschule suchen würden. Die meisten Schulleiter sind froh über eine solche Zusammenarbeit, auch wenn nicht immer das sportspezifische Interesse im Vordergrund steht. Eine entsprechende Presseveröffentlichung über eine Grundschulmeisterschaft, eine TT-AG, eine Kooperation oder ein „Schnuppertraining“ im Rahmen eines Schulfestes sind jedenfalls hochwillkommen.

Dass ein Schulsportbeauftragter von Ort zu Ort reist und diese Aktionen selbst initiiert, ist nicht möglich. Daher meine Bitte: Seien Sie selbst aktiv, lassen Sie sich von dem einen oder anderen Vorschlag anregen und denken Sie an die Zukunft Ihres Vereins, der nur bei guter Nachwuchsarbeit überleben wird.

Mit sportlichen Grüßen

H. Weber