Während der Regionsmeisterschaft in Rheinbrohl erklärte ich mich dem Vorsitzenden gegenüber eher spontan dazu bereit, dieses nun schon länger vakante und von ihm in Personalunion ausgefüllte Amt zu übernehmen. Erich Etscheid schien damals erfreut zu sein, mittlerweile ist die Freude auch ganz auf meiner Seite.
Es macht tatsächlich viel Spaß, die Jugendarbeit in der Region Koblenz/Neuwied organisatorisch zu unterstützen und dabei die Erfolge der einzelnen Nachwuchsspieler ebenso zu erleben wie die Arbeit, die doch viele Vereine in der Region im Nachwuchsbereich leisten. Aufgaben des Jugendwarts sind es, Einzel- und Mannschaftswettbewerbe auf Regionsebene durchzuführen und die Ergebnisse zu veröffentlichen, Klassen einzuteilen, Staffelleitern und Vereinen bei Fragen kompetent zur Seite zu stehen und die Region im Verbandsjugendausschuss zu vertreten. Auch wenn ich mir selber noch vorhalten muss, in Sachen e-mail-Kommunikation mehr Sorgfalt walten zu lassen, sind die Veranstaltungen dieses Sportjahres problemlos über die Bühne bzw. den Tisch gegangen. Hierbei sei den Staffelleitern herzlichst gedankt, ebenso den Ausrichtern von Veranstaltungen (TTC Rheinbrohl, TTF Asbacher Land, SV Rheinbreitbach, TTC Olympia Koblenz). Dabei, aber auch unterwegs bei Spielen mit meinem Olympiateam, konnte ich einen guten Eindruck von dem Engagement der Trainer und Betreuer in den Vereinen gewinnen, das sich erfreulicherweise nicht nur auf zwei, drei Clubs konzentriert.
Bei den Mannschaftswettbewerben war das Maß der Dinge in der Saison 05/06 der TTC Rheinbrohl. Die Jungenmannschaft des Clubs wurde souverän Rheinlandmeister und scheiterte mit Platz drei bei der Südwestdeutschen nur ganz knapp an der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Die anderen Mannschaftstitel auf Regionsebene gingen an TTC Mülheim-Urmitz/Bhf. (Mädchen und Schüler) sowie DJK Asterstein (Schülerinnen). Im Pokalwettbewerb Schüler/Jungen holten sich Rheinbrohl und Mülheim-Urmitz/Bhf. das Double.
In den Einzelwettbewerben (Meisterschaften und Ranglisten) zeigte sich, dass die besten Spieler auch den größten Trainingsaufwand betreiben. Ohne Fleiß kein Preis. Es gibt großartige Talente, die zum Teil schon bei den Aktiven spielen, aber einigen kleineren Clubs fällt es doch auch schwer, die Trainingskontinuität zu wahren, die sich bei den Großen zeigt. Asbach beim weiblichen und Mülheim beim männlichen Nachwuchs sind letztlich auch die Vereine mit den erfolgreichsten Mannschaften im Aktivenbereich.
Bis zur Verbandsrangliste freigestellt wurden vom TTVR aufgrund der Erfolge im letzten Jahr Marina Fankhauser, Natalie Mennis und Sandra Schumacher (Asbach), Annika Feltens (Mülheim), Daniel Elberskirch (Rheinbrohl) und Tizian Tüttenberg (Feldkirchen). Dazu kommen Riesentalente wie Lennart Hollender (Mülheim), und ich könnte noch einige andere nennen, die bei der 2. VRL Anfang Juli die Chance haben, sich für die Endrangliste zu qualifizieren.
Besonders wichtig ist mir die Tatsache, dass es bei allen Veranstaltungen auf Regionsebene zu keinerlei nennenswerten Protesten oder unsportlichem Verhalten von Jugendlichen gekommen ist. Die Spieler sind, das ist meine Folgerung daraus, in ihren Vereinen nicht nur technisch ausgebildet sondern offenbar auch gut erzogen.
Bislang hat es also Freude bereitet. Ich wäre auch bereit. weiter Verantwortung zu übernehmen. Stellvertreter für dieses Amt zu finden hielte ich allerdings für sinnvoll.
Jörg Manner