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Sport Da/He, Verband
28.11.2016

4. Deutsche Clickball Meisterschaften 2016

Alexander Döll und Bernd Schuler kämpften in Erfurt um WM-Tickets

Wie in vielen Ländern dieser Welt fand auch in Deutschland das Qualifikationsturnier zur  WORLD CHAMPIONSHIP OF PING PONG 2017 statt. 64 Spieler aus Deutschland waren zugelassen, standen in den Startlöchern, um im Sportpark Erfurt die Tickets zur „World Championship of Ping Pong“, die am 28./29. Januar 2017 im Alexandra Palace in London ausgetragen wird, zu ergattern. Dort geht’s dann richtig zur Sache, nämlich um 100.000 Dollar Preisgeld für die Sieger. Mit dabei in Erfurt am 19./20. November waren u. a. die Hochkaräter Ewgenij Milchin (Q-TTR:2230), Hao Mu (Q-TTR:2298), und Dwain Schwarzer (Q-TTR:2170). Mittendrin statt nur dabei wollten auch Alexander Döll (TTG Pellenz) und Bernd Schuler (TV Eintracht Cochem) sein. Als krasse Außenseiter angereist erlebten sie ein Knaller- Clickball-Wochenende in Erfurt. Damit soll nicht das Essen in der Pizzeria Fellini gemeint sein. Nein, als Perspektivspieler geht er dieser Tage wahrlich nicht mehr durch der 67 Jahre alte „Hexer“ von der Mosel. Ein taufrischer Emporkömmling sieht bei allem Respekt, doch anders aus so vielleicht wie Alexander Döll, „The Wall“ von der Nette? Ihre Leistungen hingegen cool, clever, klasse bei diesem Teilnehmerfeld. Doch zuvor mussten sie beim Last Chance Turnier, dem Qualifikationsturnier für die DM am Tag zuvor, die letzten freien Tickets zur Hauptrunde der DM lösen, das beiden problemlos gelang. Deutlich stärker besetzt die acht Vorrundengruppen  der DM, doch auch diese Aufgaben meisterten  beide souverän, und so sahen sie sich unverhoffter Dinge in der Runde der letzten 32-besten nationalen Clickballer. Doch das war noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn sowohl „The Wall“ als auch der „Hexer“gewannen ihr Achtelfinalspiele: Alexander gegen Jürgen Leu (TTZ Sponeta Erfurt) und Bernd gegen Jan-Hendrik Düspohl ( Soester TV).

Doch dann der Knaller im Viertelfinale: „The Wall“ gegen den „Hexer“ ein Duell, das beim wöchentlichen Vorbereitungstraining in der Noldenshölle in Plaidt den Adrenalinpegel so mancher Pellenzer Spieler schon oft zum Kochen brachte. Im Kampf der Generationen in Erfurt setzte sich diesmal jedoch der Sturm und Drang der Jugend mit 2:0 Sätzen gegen den Routinier durch. Letzterer wehrte sich nach Kräften, doch „The Wall“ mit Tempo in den Bällen und Speed in den Beinen agierte über weite Strecken zu abgebrüht, diktierte souverän die meisten Ballwechsel. Die Taktik von Bernd: Alexander mit Tempowechsel aus dem Rhythmus zu bringen, Bälle exakt zu platzieren, und seinen Gegner mit Druckschupfbällen, wenn auch nicht eben lehrbuchmäßig gespielt, zu verwirren, ging nicht auf. Sudden Death im zweiten Satz; Game over. Das Aus für Alexander dann im Viertelfinale mit 0:2 gegen Thorsten Birg (DJK Sportfreunde Leverkusen), den Meister aus der Region Nordrhein-Westfalen.

Zwei Spieler vom TTVR unter den leztzen 16, einer unter den lezten Acht, einer DM und das ohne jegliche Förderung, lediglich intrinsisch motiviert, da kann man nur hoffen, dass die Ausführungen der Delegierten der Landesverbände und des Präsidiums beim 10. Bundestag des DTTB, alternative Spielarten des Tischtennis, z.B. Clickball, stärker zu fördern keine Lippenbekenntnisse bleiben, sondern auch realiter umgesetzt werden.

Auf die Plätze fertig, click.

 

 


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