Logo
25.04.2016

Christian Güll und Mattes Häusler gewinnen DM-Bronze

Ja, es ist wirklich Bronze! Christian Güll (links) und Mattes Häusler gelang in Essen ein Riesenerfolg.

Überragende Leistung des Duos vom TTC Wirges bei den nationalen Jugendmeisterschaften in Essen - TTVR ist stolz auf seinen Nachwuchs - Erste Medaille seit fünf Jahren

Essen. Was für ein Riesentag für den Nachwuchs des Tischtennisverbandes Rheinland, für den TTC Wirges, das Trainerteam und ganz besonders für Christian Güll und Mattes Häusler! Bei den 69. Deutschen Jugendmeisterschaften in Essen gewann Westerwälder Duo die Bronzemedaille im Doppel und krönte damit eine über das gesamte Turnier hinweg überragende Leistung. 

Man muss in den Geschichtsbüchern des TTVR schon etliche Seiten zurückblättern, um zu realisieren, was dem Wirgeser Doppel gelungen ist. 2011 war es Anja Schuh - damals in Diensten des FSV Kroppach -, die zuletzt bei einer nationalen Jugendmeisterschaft Edelmetall für den TTVR gewann. Dies damals sogar gleich in dreifacher Ausführung: Gold im Mädchendoppel mit Yuko Immamura, Bronze im Einzel sowie Bronze im Mixed mit Gregor Surnin. „Das ist lange her. Viel zu lange“, sagte die TTVR-Vizepräsidentin Anja Becker (Rheinböllen). „Umso schöner ist es, dass wir jetzt endlich mal wieder eine Medaille feiern können.“

Dank Christian Güll und Mattes Häusler. „Der Wille, der Kampfgeist, und die Einstellung zum Sport waren der Schlüssel zum Erfolg. Das haben Mattes und Christian absolut perfekt gemacht“, war Verbandstrainer Carsten Schmidt völlig aus dem Häuschen. Der Weg aufs Treppchen führte im Viertelfinale über das Topduo aus Baden-Württemberg, Kay Stumper und Tom Mayer. Und es wurde zu einem Duell, das alles bot, was den Tischtennissport so spannend und auch dramatisch macht. 2:1 und 10:7 führten Güll/Häusler und hatten in der Satzverlängerung einen weiteren Matchball, gaben den Durchgang aber noch ab. 

Im Entscheidungssatz lag das Wirgeser Duo zunächst mit 1:5 und dann mit 8:10 hinten. Beim Stand von 10:10 „wurde die Halle auseinandergenommen“,  erzählte Carsten Schmidt. In der Satzverlängerung wehrten Güll/Häusler dann sogar noch zwei weitere Matchbälle ab, ehe der ganz große Wurf und damit DM-Bronze unter Dach und Fach waren. „Beide haben famos gekämpft. Und das, obwohl sie mit dem Rücken zur Wand standen“, lobte Verbandstrainer Schmidt.

Dass es im Halbfinale gegen die späteren Deutschen Meister Tobias Hippler/Nils Hohmeier vom TuS Celle eine 1:3-Niederlage gab, konnte den Gesamteindruck nicht mehr schmälern. Zumal Hippler und Hohmeier auch im Einzel ganz oben auf dem Treppchen standen. „Dass wir neben Schleswig-Holstein als einziger weiterer kleiner Verband im Reigen der fünf großen Landesverbände eine Medaille geholt haben, ist der absolute Wahnsinn“, freute sich Carsten Schmidt. Es zeigt, dass wir im Nachwuchsbereich auf einem sehr guten Weg sind.“

Zumal auch im Einzel die Leistung ansprechend war. Zwar verpasste Christian Güll das Viertelfinale bei seiner 3:4-Niederlage gegen Cedric Meissner nur hauchdünn, weiteres Lob gab es aber dennoch. „Christian hat das gesamte Wochenende über auf einem sehr hohen Niveau gespielt und weiß dass er sich von niemandem verstecken muss. Das wird ihm in seiner Zukunft sicherlich zugute kommen“, bilanzierte Schmidt. 

Das Gesamtbild der R.TTV.R-Delegation - das Rheinland und Rheinhessen hatten im Zuge ihrer Kooperation abermals ein gemeinsames Team an den Start geschickt, rundete Nicolas Flügel (Leiselheim) ab, der ebenfalls bis ins Achtelfinale vordrang und dort mit 1:4 gegen den neuen Deutschen Meister Tobias Hippler unterlag. Endstation in den Gruppenspielen war dagegen für die beiden Wirgeser Tobias Braun und Niclas Ott. Dort musste sich auch Layla Eckmann (TTC Wirges) geschlagen geben. 

Etwas bitter verlief es für Johanna Pfefferkorn. Das junge Talent des Regionalligisten TTC Mülheim-Urmitz/Bhf. wurde in der Gruppe Zweite und verpasste somit die Chance, in der ersten Runde im Hauptfeld ein Freilos zu haben. Das Achtelfinale hätte die direkte Qualifikation fürs das Top-48-Turnier bedeutet. So gab es in der ersten Hauptrunde eine 0:3-Niederlage gegen Sarah Mantz. „Das ist etwas dumm gelaufen“, kommentierte TTVR-Vizepräsidentin Anja Becker. Rainer Stauber


Zeitraum