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05.01.2016

Reichlich Stoff fürs Geschichtsbuch

"Nein! Das gibt's doch nicht!", ringt Manfred Gstettner nach Fassung. Doch, das gibt's doch! Als Engelbert Hüging, einst 1995 nach Australien ausgewandert und am Brexbach mit dem Gewinn des Triples 1987 in der Grenzauer Historie unsterblich, in der Zugbrückenhalle aufläuft, ist es um den Tränenfluss des TTC-Bosses geschehen.

Es war einmal ein Geburtstag... - und ein Erlebnis für die Ewigkeit...

Eines ist sicher: Wer den denkwürdigen Jahresauftakt in der Zugbrückenhalle am 3. Januar 2016 erlebt hat, wird dieses Datum und vor allem diesen Tag, den Abend und die Nacht sein Lebtag nicht mehr vergessen. Mehr als drei Jahrzehnte Tischtennis-Geschichte sind plötzlich präsent, als Grenzaus Präsident Manfred Gstettner seinen 80. Geburtstag feiert. Ein TT-Familien- und Freundschaftstreffen der allerersten Güteklasse (siehe vorangegangen Bericht). Da dürfen auch weitere Fotos (Fotobeweise) nicht fehlen. Denn: Es ist nur ein - unbestätigtes und schwer recherchierbares - Gerücht, dass am Brexbach bis in die frühen Morgenstunden "getagt" wurde.


"Lucjan ist wie ein Sohn für uns", sagt Ulrike Gstettner. Kein Wunder, dass Lucjan Blaszczyks Rückkehr nach Grenzau auch für den polnischen Wirbelwind selbst ein großes Fest ist - zumal er bis heute zahlreiche Freundschaften im Westerwald pflegt.

Bevor die ganz großen Tränen fließen, gibt es für Manfred Gstettner noch die höchste Auszeichnung des Landessportbundes. Als LSB-Präsidentin Karin Augustin dem TTC-Vorsitzenden die Goldene Ehrenplakette des LSB überreicht, ist der Stolz darüber nicht zu übersehen. Schließlich verbindet TTC und LSB eine langjährige Freund- und Partnerschaft, ohne die Tischtennis am Brexbach wohl kaum eine Hochburg von Weltruf geworden wäre.

Markus Fischers heilende Hände wissen die TTC-Spieler seit Jahrzehnten zu schätzen. Dass "Max" einst auch den Bundesliga-Auftsieg überhaupt erst möglich machte, wissen nicht mehr allzu viele.

Prägte die erfolgreichste und mitunter schönste Zeit des TTC Zugbrücke Grenzau - spielerisch wie vor allem auch menschlich: Petr Korbel reiste extra aus Ostrava an den Brexbach, um dem "Manni" zu gratulieren. "Eine Superaktion", wie Korbel sagt.

Manfred Gstettner und Hans-Peter Schössler haben den Spitzensport in Rheinland-Pfalz über Jahrzehnte hinweg geprägt. Aus der fruchtbaren Partnerschaft wird über die Zeit hin eine wunderbare Freundschaft.

Georg-Zsolt und David Böhm mit Erwin Becker. Laut dem Aufstiegshelden von einst, der trotz großem Kampf gegen "Zsolti" stets das Nachsehen hatte, steht demnächst ein Duell mit der nächsten Böhmschen Generation an. Ob Erwin Becker dann gegen David mehr Fortune hat?

Drei Musketiere? Nun, drei TTC-Ikonen auf jeden Fall. Markus Fischer, Grenzaus Cheffe-Coach Anton Stefko und Erwin Becker hatten sichtlich ihren Spaß an einem denkwürdigen Abend.

...Feierbiester! "Mannis" 80. wird Max und Erwin in bester Erinnerung bleiben. Oder wie der alte Haudegen Erwin Becker es formuliert: "Es ist mir eine große Ehre, ein Teil dieser Grenzauer Geschichte zu sein. Ich war damals gern bei euch und komme immer gern wieder."

Das gemeinsame Foto heutiger und ehemalige Grenzauer Wegbegleiter ist nicht nur in den sozialen Netzwerken ein Quotenrenner. Es geht definitiv auch in die Geschichte ein. So etwas muss man erstmal zusammentrommeln...

TTVR-Präsident Heinz-Alfred Fuchs, Ulrike Gstettner und Manfred Gstettner kennen das tägliche Tischtennis-Geschäft aus dem Eff-Eff. "Was Manfred Gstettner in Grenzau geschaffen hat, ist einmalig. Das können wir als Tischtennis-Verband Rheinland gar nicht genug würdigen. Ich kann jedem nur empfehlen, dies weiter zu unterstützen und sich die Spiele in Grenzau anzuschauen", sagt Fuchs mit Blick auf das Lebenswerk des TTC-Machers voller Stolz.

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