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Verbandsinfos, Vereinsservice
15.12.2015

Bonusprogramm für Vereine

TTVR schaut über den Tellerrand und spürt eine neue Aufbruchstimmung - Fruchtbare Anregungen aus Nachbarregion

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah? Die Ehrenamtler des Tischtennis-Verbandes Rheinland haben bei einer Klausurtagung nicht nur die Köpfe zusammengesteckt, um die Sport- und Vereinsentwicklung weiter voranzutreiben. Sie haben sich auch äußerst fruchtbare Anregungen aus der Nachbarschaft geholt. So hat es der Tischtennis-Kreis Limburg/Weilburg binnen kurzer Zeit geschafft, die Aktivitäten in den Vereinen seines Bereichs mehr als nur deutlich zu steigern. Gerade einmal zweieinhalb Jahre haben die Hessen gebraucht, um Aktive und Ehrenamtler neu zu motivieren und für den Tischtennissport noch stärker als bisher zu mobilisieren. Wie das gelungen ist, darüber referierte Kreiswart Thomas Meilinger auf Einladung des TTVR und gab wertvolle Anregungen und Tipps, wie dies auch im Rheinland gelingen könnte. 

„Das waren sehr positive Anregungen, die wir nun Schritt für Schritt umsetzen wollen“, erklärt der TTVR-Vizepräsident Frank Mittnacht, der im Verband für die Sportentwicklung zuständig ist. So haben die Hessen beispielsweise ein Prämienprogramm für ihre Vereine entwickelt und diese damit auf vielen Ebenen wachgerüttelt. Die Zielsetzung dabei: Vereine sollen sich mit ihren Aktiven und Ehrenamtlern stärker einbringen in den Tischtennis-Sport. Gleichsam sollen den Vereinen Hilfestellungen gegeben werden, wie der Alltag im Trainings- und Spielbetrieb angesichts immer größer werdender Herausforderungen zu meistern ist. Wobei das Credo des Tischtennis-Kreises Limburg/Weilburg eindeutig darauf ausgerichtet ist: Wer sich engagiert und aktiv den Tischtennis-Sport vorantreibt, der wird dafür auch belohnt. 

Das Prämienprogramm der Hessen erfolgt anhand eines Punktesystems, dass der TTVR künftig auch für seine Verbands- und Vereinsaktivitäten entwickeln will. Simples Beispiel: Hat ein Verein insgesamt zehn aktive Spieler und schickt diese allesamt zu einer Regionsmeisterschaft, bekommt dieser Verein die volle Punktzahl. Schickt ein anderer Verein, der rund 50 Aktive hat, gerade einmal drei davon zu diesem Wettbewerb, erhält er entsprechend weniger Punkte. Heraus kommt am Ende ein Punktestand, der seitens des Verbandes honoriert wird - mithilfe von Sponsoren und Eigenmitteln. „Wir denken seit Längerem an ein ähnliches Model, haben dank  Thomas Meilinger nun aber sehr gute Tipps bekommen, wie dies auch im Verbands- und Vereinsleben zu realisieren ist“, sagt Frank Mittnacht.

Wer also seine Mitglieder mobilisiert und zum Beispiel als Ausrichter von Minimeisterschaften und Verbandsveranstaltungen eifrig tätig ist, wer das vielfältige Angebot des TTVR - so zum Beispiel der gerade erst erfolgreich eingeführte Rheinland-Cup - nutzt und lebt, der soll davon auch profitieren. Um insgesamt eine neue Aufbruchstimmung unter seinen Mitgliedern zu erzeugen und die gemeinsame Leidenschaft fürs Tischtennisspielen zu fördern. Da sind auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Regionen in die Pflicht genommen, ihre Vereine stärker mit ins Boot zu nehmen und für unseren wunderbaren Sport zu begeistern. Denkbar ist auch ein kleiner Wettbewerb unter den einzelnen Regionen - getreu dem sportlichen Motto: Wer will denn hier nicht der Beste sein?

„Den erfolgreichen Weg, den die Hessen eingeschlagen haben, wollen wir auch gehen“, sagt Mittnacht, der die positiven Impulse der Klausurtagung im Verband nun auf Arge-Ebene Zug und Zug in fruchtbare Ergebnisse umwandeln will. Oder wie es Verbandstrainer Carsten Schmidt provokant in Richtung Thomas Meilinger und seine Arbeit im Kreis Limburg/Weilburg formuliert: „Wir müssen das Ziel haben, ihn in ein bis zwei Jahren wieder einzuladen und zu zeigen, dass wir noch besser sind!“ Der Anfang dazu ist jedenfalls gemacht, die Ziele für das bald beginnende Tischtennis-Jahr 2016 neu formuliert. 


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