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25.11.2015

TTVR Schützlinge am Limit

Nachbericht zum DTTB Top 24 Ranglistenturnier

 

Am vergangenen Wochenende fand in nördlichen Kellinghusen das DTTB Top 24 Ranglisten Turnier statt. Die jeweils 24 besten Spieler Deutschlands mussten sich in einer Gruppenphase bestehend aus 6 Spielern und Platzierungsspielen gegen die Konkurrenz beweisen. Ziel war die Qualifikation zum Endranglistenturnier Top 12, welches im nächsten Jahr Höhepunkt des Geschehens ist, äquivalent zu den deutschen Meisterschaften.

Der TTVR stellte 5 Spieler bei diesem Turnier, alle mit eigenen klar definierten Zielen.

Christian Güll peilte die ersten 8 Plätze an, die zur Qualifikation reichen würde, denn es wurden seitens des DTTB 4 Spieler freigestellt. In der Vorrunde erwischte Christian am Samstag morgen keinen guten Start und verlor gegen einen Abwehrspieler aus Niedersachsen klar. Er gab aber nicht auf und kämpfte sich zurück ins Turnier, war aber nie ganz zufrieden mit seiner eigenen Leistung. Der Schlüsselmoment war der 3-2 Sieg gegen Tom Mayer, nachdem er schon 1-2 und 3-9 zurück lag. Nach Siegen gegen Verbandskollegen Niclas Ott und Constantin Velling (Schleswig Holstein) und einer Niederlage gegen Cedric Meissner (Niedersachsen) erreichte er Platz 11 in der Endabrechnung. „Viel mehr war leider nicht drin. Auf dem Niveau muss einfach alles passen!“ sagt Schmidt, Verbandstrainer des TTVR über den Turnierverlauf.

Niclas Ott, der zum ersten Mal ein Top 24 spielte war am Ende des Turnieres auch nicht ganz zufrieden. In der Gruppenphase erreichte er mit einer 1-3 Bilanz einen 4. Platz und profitierte auch von der verletzungsbedingten Aufgabe Florian Schwalms aus Bayern. Dadurch traf er auf seinen Kollegen Christian Güll und musste gratulieren. 2 weitere Niederlagen gegen Marian Maiwald (WTTV) und Nicolas Kasper (ebenfalls WTTV) und ein Sieg im letzten Platzierungsspiel gegen Niels Felder (Hessen) besiegelten Platz 19 am Ende. „Er schafft es leider nicht gegen etwas bessere zu überraschen, das muss er noch lernen!“ lautet das Fazit.

Mattes Häusler erlebte ein Debakel, anders kann man es nicht nennen. Mit hohen eigenen Erwartungen angereist fand er am Samstag in keinem seiner Spiele seine Form. Selbst gegen Gegner, die er in der Vergangenheit dominiert hat kam sein unorthodoxes Spiel nicht durch und fand seine Grenzen. Mit einer 0-5 Bilanz in der Gruppenphase ging er in die Platzierungsspiele. Erst am Sonntag konnte er gegen Timo Müller aus Baden Württemberg punkten und erreichte somit Platz 22. Seine Enttäuschung schwenkte aber direkt in Motivation um, es im nächsten Jahr, wo er nochmal die Chance hat besser zu machen. „Das war ein rabenschwarzes Wochenende von Mattes. Das müssen wir nun im Training aufarbeiten und einige Sachen ändern, damit es nächstes Jahr erfolgreicher wird. Aber er zeigt den Willen, dies zu tun, das ist das positive daran!“ zeigt sich Schmidt optimistisch.

Maximilian Bohn zeigte durch ein tolles Top 48 Turnier, dass er gerne im Feld der besten Schüler in Deutschland mitmischen möchte. Gespannt war sein Trainer, ob ihm das beim noch leistungsmäßig engeren Feld des Top 24 erneut gelingen kann. Und er konnte es! Samstag im ersten Spiel fing es schon sehr vielversprechend aus. Er spielte gegen Sven Hennig aus Baden Württemberg groß auf und verlor nur 11-9 im 5. Satz gegen den späteren 5. Platzierten. Er kämpfte weiter und erreichte mit einer Bilanz von 2-3 Platz 4 in der Gruppe. Im ersten Platzierungsspiel musste er erneut gegen Adam Janicki spielen. Beim Top 48 noch 0-3 (mit 11 gewonnenen Punkten) vom Tisch gefegt worden zwang er ihn diesmal in 4 knappe Sätze. Mit einem deutlichen Sieg gegen Felix Köhler aus der Pfalz und 2 knappen 5 Satz Niederlagen gegen Llorca (Hessen) und Wetzel (Bayern) schloss er das Turnier auf Platz 16 ab. „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Wenn er in Zukunft noch härter an sich arbeitet wird er noch für die eine oder andere große Überraschung sorgen. Es ist erstaunlich wie er seine Leistung im Wettkampf abrufen kann, das ist eine hohe Qualität!“ freute sich Schmidt über die Leistung seines Schützlings.

Johanna Pfefferkorn war die einzige weibliche Akteurin des TTVR im Feld des Top 24 der Schülerinnen. Beim Top 48 spielerisch noch weit unter ihren Möglichkeiten hatte sie sich zum Ziel gesetzt besser zu spielen und sich in guter Form zu präsentieren. Grippal leicht angeschlagen setzte sie diesen Willen aber in die Tat um. Gleich zu Beginn schlug sie Jana Kirner aus Baden Württemberg recht klar mit 3-1, womit nicht unbedingt zu rechnen war, spielt Jana doch schon im DTTB Kader. Eine unnötige Niederlage leistete sich Johanna aber dennoch neben 2 eingeplanten und schloss die Gruppe mit einer Bilanz von 2-3 als 4. Ab. Im ersten Platzierungsspiel musste sie Karina Pankunin (4. Des Top 48) nach einem umkämpften 1-3 gratulieren. Durch eine deutliche Leistungssteigerung gewann sie aber dann die nächsten 3 Spiele gegen Palina (Berlin), Tsutsui (Hessen) und Kaufmann (Baden Württemberg) und konnte sich am Ende auf einen 13. Platz setzen. „Die Antwort auf das Top 48 war sehr wichtig für sie. Sie hat sich Druck gemacht und hielt dem zu 80% stand. Vielleicht darf sie ja noch zum Top 12!“ macht sich Schmidt Hoffnung.

Schmidt ergänzt: „Das Topresultat blieb leider aus. Dennoch ziehen wir positive Dinge aus den Turnieren und hoffen im nächsten Jahr stellenweise noch näher an den großen dran zu sein! Die Spieler geben nicht auf, ich sowieso nicht.“


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