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27.07.2015

Niederländer und Franzosen dominieren Vierertisch-WM

„Die 4“ stößt in Altenkirchen in neue Dimensionen vor!

Rekordteilnehmerzahl – 267! Grandiose Kulisse beim Finale am Sonntag Abend um 21.30 Uhr! Internationales Flair in beinahe allen Turnierklassen! Die Vierertisch-WM am vergangenen Wochenende in Altenkirchen hat neue Maßstäbe gesetzt.

Das Spiel über vier Tische ist spätestens seit dem letzten Wochenende weit über das Stadium einer reinen Spaßveranstaltung heraus gewachsen! Mit einem Wort: „Sensationell!“ So beschrieb Andreas Greb als einer der Pioniere des Vierertisch und Mitorganisator der WM, was sich im Sportzentrum Glockenspitze ereignet hat. 267 Spieler/-innen haben mitgespielt in den verschiedenen WM-Spielklassen und 631 Matches wurden ausgetragen – das sind Rekordergebnisse für die „Vierte Dimension“ im Tischtennis. „So viel Lob haben wir noch nie bekommen“, freute sich Greb, „und die Stimmung beim Endspiel war super. So viele Leute sind da geblieben und wollten die WM bis zum Schluß erleben.“

Ermöglicht hat das ebenso die ASG Altenkirchen als durchführender Verein. 20 Helfer konnte Abteilungsleiter Uwe Asbach allein am letzten Donnerstag zum Aufbau bzw Zusammenbau der Tische stellen. Das hat vier (!) Stunden gedauert, aber am Sonntag Nachmittag wusste er, dass sich der Aufwand gelohnt hatte: „Es ist einfach Klasse, was hier passiert. Toll zu sehen, wie alle aus purer Lust auf die Bälle hauen!“ Uwe Asbach, das Altenkirchener TT-Urgestein, war vom Vierertisch fasziniert. Der ursprüngliche Spaßgedanke ist nämlich noch längst nicht verflogen. „Hier ist noch viel mehr möglich“, fügte er vielsagend hinzu und ließ durchblicken, dass die ASG durchaus dauerhafter Partner der WM werden könnte.

Die Bezeichnung WM hat das Turnier auch verdient. Denn zumindest Mitteleuropa steht mittlerweile im Zeichen der 4! Aus Frankreich, Polen, Niederlande, Luxemburg – und natürlich aus großen Teilen des DTTB waren Spieler/-innen nach Altenkirchen gekommen. So zum Beispiel Przemek Sliwinski. Er spielt in Polen in der dortigen Regionalliga Tischtennis und war jetzt mit zwei Freunden 800km aus Wroclaw gereist, um WM-Luft zu atmen. „Es ist total verrückt. Wir haben vor zwei Wochen zum ersten Mal Vierertisch gespielt, ein paar Videos gedreht und hierhin geschickt. Dann haben wir uns spontan entschlossen mitzuspielen – und jetzt sind wir hier. Aufgrund unserer Facebook-Videos haben uns fast alle hier erkannt. Es macht großen Spaß und wir genießen es hier!“

 Am Vierertisch wollten die Polen erst noch lernen.  Sportlich sind andere nämlich schon etwas weiter.  Vor allem die Franzosen scheinen die führende Nation im Vierertisch zu werden. Bei den Frauen holte sich die Pariserin Sacko Karttou den Titel im Endspiel gegen Johanna Klein (Kirchen). Bei den Männern ließ Alexandre Brigault im Halbfinale in fünf harten Sätzen die Titelträume von „Mr. Vierertisch“ Andreas Greb (Weitefeld-Langenbach) platzen. „Was er gespielt hat, war einfach besser“, zeigte sich Greb als fairer Verlierer, „das muß ich anerkennen, auch wenn ich nicht am Maximum gespielt habe.“ Gleichzeitig erkannte der Westerwälder , wie sich die Verhältnisse verschoben haben: „Die Franzosen haben in der Vorbereitung auf dieses Turnier täglich trainiert. Das zeigt, wie unglaublich heiß die sind!“

Aber selbst die professionelle Vorbereitung nutzte Brigault im Endspiel nichts. Denn Boris De Vries gewann das Finale in vier Sätzen. De Vries, der „Fliegende Holländer“, ließ die Kugel über die vier Tische fliegen und dem Franzosen keine Chance.

In der Juniorenklasse holte sich Thomas Pellny (Porz) im Endspiel den WM-Titel gegen Niklas Otto (Hemmingen-Westerfeld). Nachdem die beiden die Westerwälder Oberligaspieler Nico Strasser (Weitefeld) und Christian Güll (Wirges) im Semifinale gestoppt hatten. Bei den „Altmeistern“ Ü40 wurde dann doch ein Westerwälder Weltmeister. Kai Otterbach (Nistertal) zeigte der hessischen Konkurrenz in der Hauptrunde, dass er immer noch einen Winkel mehr findet. Erst schaltete er seinen Freund Reinhold Kessel (Höchst-Nidder) aus, dann besiegte er den Frankfurter Olaf Schindler.

 


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