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Sport Da/He
15.06.2015

TTC Wirges II schafft Last-Minute-Aufstieg in die Verbandsoberliga

Die Erinnerungen an das dramatische Saisonfinale in der 1. Verbandsliga sind noch frisch: Am letzten Spieltag lieferten sich Mitte April die Spfr Höhr-Grenzhausen und der TTC Wirges II ein packendes Duell auf Augenhöhe, dass die Kannenbäckerstädter schließlich mit 9:7 gewinnen sollten. Womit besiegelt war: Die Sportfreunde steigen als Meister in die Verbandsoberliga auf, die TTC-Reserve steht als Tabellenzweiter mit leeren Händen da. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass eigentlich beide Vereine den Aufstieg verdient gehabt hätten.

Es gingen einige Wochen ins Land, als sich nun plötzlich noch ein Hintertürchen auftat - und sich die junge Wirgeser Mannschaft mit Karacho hindurchstürzte. Weil der TV Oberstein seine erste Mannschaft komplett abgemeldet hat, der SV Mendig zudem den Rückzug in die 1. Verbandsliga antrat, wurde noch ein Plätzchen frei. Eine Chance, die sich der TTC Wirges II nicht nehmen lassen woltte. Im Entscheidungsspiel gegen den rheinhessischen Vertreter TSV Wackernheim II verloren die Westerwälder zwar zunächst beide Eingangsdoppel, danach aber trumpften Mattes Häussler, Tobias Braun, Sebastian Tiemann, Tim Weiß, Marcel und Michel Müller derart stark auf, dass am Ende ein 9:2-Erfolg zu Buche stand. Und damit der Aufstieg in die Verbandsoberliga. Chance bekommen, Chance genutzt.

Der Sprung der Wirgeser Reserve eine Etage nach oben ließ zudem drei weitere Vereine jubeln: So schaffte der TTC GW Zewen doch noch den Aufstieg in die 1. Verbandsliga, während die TTF Konz II sich über den Verbleib in der 2. Rheinlandliga freuen durfte. Und die neugegründete TTG Schwirzheim-Schüller-Kerschenbach II darf in der 1. Bezirksliga West aufschlagen. Und so ganz nebenbei: Wirgeser Mann des Tages beim Aufstiegsspiel in Dichtelbach war Tim Weiß. Er verhalf nicht nur den Westerwäldern zum Aufstieg, sondern bescherte auch seinem neuen Verein Konz zum Einstand gleich mal den Klassenerhalt der Reserve. Besser hätte es nicht laufen können.

Rainer Stauber
 


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