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14.04.2015

Halbfinal-Rückspiel gegen Fulda-Maberzell: Zugbrückenteam will in die Fraport Arena

Spitzenspieler des TTC Zugbrücke Grenzau Andrej Gacina: zusammen mit Masaki Yoshida und Jonathan Groth will er Grenzau ins Finale bringen

Sonntag, 19.04.2015, 15:00 Uhr - 2. Play-off Halbfinale: TTC Zugbrücke Grenzau - TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Acht Tage nach dem mit 2:3 bei 8:11 Sätzen verlorenen Hinspiel bietet sich dem TTC Zugbrücke Grenzau vor heimischer Kulisse gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell die Chance, erstmals seit 2004 wieder in ein Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einzuziehen. Im Jahr 2002 war der bislang letzte von insgesamt sechs nationalen Meistertiteln ins Brexbachtal geholt worden.

Am Ende einer tollen Punktrunde 2014/15 hatte das Zugbrückenteam Platz zwei der Tabelle belegt, punktgleich mit den Osthessen, die es nun zu schlagen gilt – ohne Wenn und Aber. Ein 3:0 oder 3:1 für die Asse aus dem Westerwald würde in jedem Fall die Finalteilnahme bedeuten. Gespielt wird in der Frankfurter Fraport Arena am 24. Mai. Bei einem 3:2-Erfolg für Grenzau müssten die Sätze aus Hin- und Rückspiel entscheiden – die Osthessen liegen derzeit mit +3 in Front.

Im Hinspiel waren sowohl Andrej Gacina als auch Jonathan Groth am bärenstarken Ruwen Filus gescheitert. Groth musste später auch Wang Xi zum Sieg gratulieren, den Gacina nun schon zum vierten Mal in Serie bezwingen konnte. Masaki Yoshida, wegen Trainingsrückstands aufgrund einer Entzündung am Handgelenk nur als Nummer drei aufgestellt, besiegte Christian Süß. Nun, im Rückspiel wird der wendige junge Japaner vermutlich wieder als Nummer zwei auflaufen und Groth als Dreier aufgeboten sein – und der Däne kann an einem guten Tag Süß durchaus schlagen. Möglich ist alles, auch wenn Prognosen außerordentlich schwerfallen.

Der Clou: Im Finale könnte man auf den 1. FC Saarbrücken TT treffen. Die Saarländer gewannen nämlich das Hinspiel gegen den hoch gehandelten Boll-Klub Borussia Düsseldorf sensationell mit 3:0. Noch sind sie nicht am Ziel, besitzen aber nun beste Karten, nach Frankfurt zu fahren. Umso mehr wäre für das Zugbrückenteam drin, da Saarbrücken in einem Finale sicher leichter zu schlagen ist als der Rekordmeister, der gerade in Endspielen in der Regel kaum zu knacken ist.

Im dann sicher ausverkauften Hexenkessel Zugbrückenhalle gibt am Sonntag der letztjährige Vizemeister und diesjährige Vize-Pokalsieger seine Visitenkarte ab und wird voraussichtlich von einigen Busladungen an Schlachtenbummlern unterstützt. Es wird auch akustisch hoch hergehen im Brexbachtal. Die Spannung wird ohnehin kaum zu toppen sein. Die hohe Hürde könnte mit stimmgewaltiger Unterstützung der Grenzauer Fans zu meistern sein, sofern alle Spieler einen richtig guten Tag erwischen und an ihre Leistungsgrenze gehen.

In der Hinrunde wurde mit 3:2 knapp gegen die Osthessen gewonnen, in der Rückrunde ebenso knapp mit 2:3 verloren, nun auswärts erneut mit 2:3, so dass nach dem Gesetz der Serie jetzt eigentlich wieder ein 3:2 für Gacina & Co. dran wäre. Die Asse aus dem Westerwald haben jedenfalls durchaus die spielerische Klasse, den Maberzeller Abwehrriegel zu knacken – mit Wang Xi und Ruwen Filus stehen bekanntlich gleich zwei außergewöhnlich starke Defensivspieler im Kader des Gegners.

Dass es ein heißer Tanz wird, ist TTC-Präsident Manfred Gstettner bewusst: „Das wird wohl eine ganz enge Geschichte. Drei Sätze im Minus sind nicht wenig, aber es ist aufzuholen. Wir haben es mit zwei gleichwertigen Mannschaften zu tun, zwischen denen die Tagesform und das Glück entscheiden wird. Vielleicht geben ja auch die Sätze den Ausschlag. Jetzt haben wir zum dritten Mal in dieser Saison gegen Fulda ein Match über die volle Distanz erlebt. Dort haben wir beide Male 2:3 verloren, zu Hause 3:2 gewonnen. Jetzt wäre nach dem Gesetz der Serie eigentlich wieder ein 3:2 für uns fällig. Wir hoffen, dass wir es im Rückspiel mit unseren Fans im Rücken umbiegen und nach Frankfurt fahren können.“

TTC Zugbrücke Grenzau e.V.
Brexbachstraße 11-17
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