Logo
16.01.2015

SV Windhagen ist auf europäischen Höhenflug

Die Tischtennismannschaft des SV Windhagen, ungeschlagener Tabellenführer der Kreisliga A mit zehn Siegen aus zehn Spielen, sorgt nun auch international für Furore. Ein Dreierteam des SVW mit den Spitzenspielern Kevin Braatz, Sebastian Sauer und Daniel Wichmann hat im sogenannten
Intercup das Achtelfinale erreicht und freut sich nun auf ein Heimspiel gegen einen österreichischen
Erstligisten.

53 Tischtennisteams aus Zentraleuropa beteiligten sich an diesem Wettbewerb, der auf österreichische
Initiative bereits 1990 ins Leben gerufen wurde. Mitmachen dürfen alle Mannschaften mit Ausnahme
der Spitzenteams aus den jeweiligen ersten Ligen; aus der deutschen Bundesliga beispielsweise
wie aus der französischen Topliga dürfen die sieben Erstplatzierten der abgelaufenen Saison
nicht mitmachen, in Österreich sind alle Teams ab Bundesligaplatz sechs startberechtigt.

Die Windhagener hatten nach dem 4:3-Erstrundensieg vor eigenem Publikum gegen den österreichischen Zweitligisten TTC Kuchl in Runde zwei ein Auswärtsspiel zu absolvieren. In der belgischen Kleinstadt Turnhout in der Nähe von Antwerpen feierte das Windhagener Trio gegen den dortigen TTK einen eindrucksvollen 4:0-Sieg, bejubelt von 60 Fans aus der Heimat, die im Bus mitgefahren waren. Nachdem Sebastian Sauer, Kevin Braatz und Daniel Wichmann ihre Einzel gewonnen hatten, machten Wichmann und Sauer mit einem 3:0-Sieg im Doppel den Sieg perfekt.

Tags darauf erbrachte die Auslosung der Achtelfinalspiele einen echten Knaller für den SVW. Der
Elftligist freut sich auf ein Heimspiel gegen den österreichischen Erstligisten UTTC Oberwart aus dem
Burgenland nahe der ungarischen Grenze. Oberwart belegte in der vergangenen Saison einen überraschenden fünften Tabellenplatz und ist derzeit Sechster der österreichischen Bundesliga. Die Mannschaft hat in Person von Michael Buganyi einen der besten Spieler Österreichs
(Ranglistenplatz 30) sowie in Zoltan Zoltan (Platz 17) einen Topspieler aus Ungarn in ihren Reihen. Der
dritte Mann der Burgenländer, die in der Liga wie im Intercup mit Dreierteams spielen, heißt Victor
Vajda. Bereits drei Mal hat der UTTC Oberwart das Final-Four-Turnier des Intercups erreicht, zum
Titel hat es bisher noch nicht gereicht. Den gewann zuletzt drei Mal in Folge der deutsche Bundesligist
Post SV Mühlhausen aus Thüringen.

Die Achtelfinals des Intercups müssen bis zum 22. März gespielt sein. Die Windhagener gehen davon
aus, dass die Partie in der heimischen Dreifeldhalle an einem Samstagabend zur „Primetime“
stattfinden wird.

Daniel Wichmann, der nicht nur als Spieler, sondern auch als Abteilungsleiter der Windhagener Zelluloidartisten fungiert, räumt ein: „Natürlich sind wir als SV Windhagen der krasse Außenseiter. Was
man aber an einem sehr guten Tag mit Unterstützung vieler Fans erreichen kann, haben wir in der ersten Runde gesehen.“
Für Wichmann ist die Entwicklung des Tischtennissports in Windhagen, für den heute sieben Männer-
und drei Jugendmannschaften an die Platten gehen, „einfach unglaublich. Vor fünf Jahren gab es
nur eine einzige Jugendmannschaft und nun kämpfen wir gegen internationale Topspieler um den Einzug ins Viertelfinale eines europäischen Pokalwettbewerbs.“  

Quelle: Rhein-Zeitung vom Do. 15.01.2015
Fotos: Henseler, SV Windhagen


Zeitraum