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01.07.2014

Doppelter siebter Platz für Rheinland Teams bei den DMM der Schüler 2014

Vier 15- jährige Schülerinnen aus Höhr-Grenzhausen zeigten in Notzingen, Baden-Württemberg, eine tolle Mannschaftsleistung und belegten bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der U 15 den siebten Platz.

Ziel war von Anfang an, den achten Platz aus dem letzten Jahr zu verbessern und die Chancenlosigkeit des letzten Jahres in knappe Spiele umzuwandeln. Genau das gelang ihnen sofort. Gegen den haushohen Favoriten Braunschweig stand es nach den ersten vier Spielen noch 2:2, die Niedersachsen waren am wackeln. Am Ende mussten sich die Mädchen aus dem Westerwald aber mit 2:6 geschlagen geben. Es folgte eine 0:6 Niederlage gegen den späteren Dritten Baesweiler aus Nordrhein-Westfalen. Um nicht Letzter in der Gruppe B zu werden und auf den Dritten der Gruppe A zu treffen musste nun ein Sieg gegen die hessische Mannschaft aus Langenbieber her. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Christin Brecht und Sara Weber verloren ihr Doppel im fünften Satz, somit lag der Druck bei Elisabeth Frey und Nadine Deinert. 6:10 lagen sie im fünften Satz zurück, als ein Ruck durch die beiden ging. Sie gewannen das Doppel mit 15:13 im letzten Satz. Das war der Knackpunkt im Spiel. Die nächsten drei Einzel der Partie konnten die Spielerinnen aus dem Rheinland alle für sich entscheiden, sodass das Spiel beim Stand von 4:1 fast gelaufen war. Christin holte den fünften Punkt, ehe Nadine den Deckel zum 6:3 drauf machte und mit der Mannschaft den ersten Sieg bei einer Deutschen Meisterschaft feierte.

Am nächsten Morgen, frisch und ausgeschlafen um 8:30 Uhr, hieß der Gegner im „kleinen Halbfinale“ Neusalza-Spremberg. Man hatte sich natürlich ein bisschen was gegen die nominell unterlegenen Sachsen ausgerechnet, diese zeigten allerdings schon am Vortag, dass sie besser spielen können, als ihre Ranglistenpunkte es aussagen. Nach zwei unglücklich verlorenen Doppeln standen die Mädchen direkt unter Zugzwang. Christin und Elisabeth glichen dann allerdings zum 2:2 aus, ehe Nadine das wohl entscheidende Spiel am heutigen Tag machte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, dass ihre Gegnerin Luisa Jäger im Entscheidungssatz knapp für sich entschied. Beim Stand von 2:4, lag es nun an Christin die Chance auf das Spiel um Platz fünf aufrechtzuerhalten. Mit einem 3:0 gelang ihr das bravourös, sodass Elisabeth und Nadine zeitgleich in ihre Einzel gingen. Beide fanden gut in das Spiel rein, leider fehlte ihnen am Ende das nötige Glück. Beide Einzel gingen 10:12 im fünften Satz verloren, sodass das Ergebnis am Ende 3:6 hieß, Neusalza allerdings nur einen Satz, aber drei Spiele mehr gewonnen hatte.

Im Spiel um Platz sieben ging es nun wieder gegen Langenbieber. Die Spiele verliefen diesmal ausgeglichener, als im Gruppenspiel, allerdings konnten die Grenzauer Mädchen Christin und Elisabeth im vorderen Paarkreuz ein Übergewicht erzeugen und ihre Spiel auch klar mit 3:0 gewinnen. Vor den letzten zwei Spielen war der TTC Zugbrücke somit schon 5:3 und sieben Sätze vorne, sodass selbst zwei 0:3 Niederlagen die Mädchen nicht mehr von Platz sieben verdrängen konnten.

„Ein toller Teamgeist brachte der Mannschaft am Ende den siebten Platz. Die Mädels waren nach dem knappen Spiel gegen Neusalza ganz schön am Boden und rappelten sich dann gegenseitig auf, um den siebten Platz zu erreichen. Mit ein wenig Glück wäre mehr drin gewesen“, äußerten sich die Beteiligten des TTC Zugbrücke, bevor sie die Heimreise inklusive Pokal antraten, da auch der siebte Platz ein großer Erfolg ist.

Die Schüler des TTC Wirges erreichten ebenfalls den siebten Platz. Die Jungs, alle vier noch 13 Jahre alt, waren dort, um schon mal Deutsche Meisterschaftsluft zu schnuppern. Sie können auch in den kommenden zwei Jahren, wenn sie sich qualifizieren, bei dieser Veranstaltung teilnehmen und dort um die Podestplätze mitspielen, wenn die Entwicklung so weitergeht.

Es glückte ein Traumstart in die erste Partie gegen Kolbermoor. 2:0 führte man schon nach den Doppeln, war in den Einzeln dann aber unterlegen. Kolbermoor egalisierte den Rückstand nach den ersten Einzeln direkt und ging sogar 3:2 in Führung. Mirko Güll zeigte nun sein wohl bestes Spiel des Turniers. Er schlug Brett Drei der Bayern klar mit 3:0 und konnte einen Satz sogar 11:0 gewinnen. Maximilian Bohn konnte das folgende Spiel mit 3.1 gewinnen, sodass der TTC nur noch einen Sieg zum Unentschieden brauchte. Dann wäre Kolbermoor sogar nur Dritter in der Gruppe geworden und wäre nicht ins Halbfinale eingezogen. Leider verloren die Jungs nun alle drei Spiele relativ deutlich, dass am Ende ein gerechtes und auch zufriedenstellendes 4:6 auf den Schiedsrichterbogen stand.

Die weiteren zwei Spiele gegen Düsseldorf (0:6) und Bargteheide (1:6), Titelträger der vergangenen Saison, ging sehr deutlich verloren. Einzig Maxi und Mirko konnten ein Doppel gewinnen.

Am kommenden Morgen waren auch die Jungs des TTC frisch und ausgeschlafen schon um 7:30 Uhr in der Halle, um fit für das „kleine Halbfinale“ gegen Göttingen zu sein. Leider konnten sie außer dem Doppel von Vincent Schwickert und Luca Schneider keinen Punkt verbuchen, da die Niedersachsen in den Fünf-Satz Spielen keine Nerven zeigten.

Man traf im Spiel um Platz 7 auf den TTC Holzhausen. Nach der vergangenen klaren 1:6 Niederlage zeigte man gegen die Sachsen, dass auch Westerwälder Fünf-Satz Spiele gewinnen können. Ganze drei Siege im Entscheidungssatz konnte das Team für sich verbuchen und die Mannschaft aus dem Osten Deutschlands mit 6:1 schlagen. 

Stark war zu sehen, dass sie auch mental nach der Niederlage gegen Göttingen nicht aufgaben und das ziel „nicht Letzter“ mit Bravour erreichten. So kann man guten Gewissens auf die kommenden zwei Jahre blicken.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung des TTC Notzingen-Wellingen, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, den Schülern und Schülerinnen ein unvergessliches Wochenende zu machen. Die Hallenbedingungen hätten besser nicht sein können und alle Helfer waren mit viel Engagement bei der Sache. Ein großes Dankeschön aus dem Westerwald!

Ergebnisse & Bilanzen: 

Schülerinnen:

Gruppe:

TTC Zugbrücke Grenzau – RSV Braunschweig 2:6

Christin Brecht/Sara Weber (0:1), Elisabeth Frey/ Nadine Deinert (1:0), Christin Brecht (1:1), Elisabeth Frey (0:2), Nadine Deinert (0:1), Sara Weber (0:1)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Baesweiler 0:6

Christin Brecht/Sara Weber (0:1), Elisabeth Frey/ Nadine Deinert (0.1), Christin Brecht(0:1), Elisabeth Frey (0:1), Nadine Deinert (0:1), Sara Weber (0:1)

TTC Zugbrücke Grenzau – TSV Langenbieber 1922 6:3

Christin Brecht/Sara Weber (0:1), Elisabeth Frey/ Nadine Deinert (1:0), Christin Brecht (2:0), Elisabeth Frey (1:1), Nadine Deinert (2:0), Sara Weber (0:1)

„Kleines Halbfinale“

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neusalza-Spremberg 02 3:6

Christin Brecht/Sara Weber (0:1), Elisabeth Frey/ Nadine Deinert (0:1), Christin Brecht (2:0), Elisabeth Frey (1:1), Nadine Deinert (0:2), Sara Weber (0:1)

Spiel um Platz 7

TTC Zugbrücke Grenzau – TSV Langebieber 1922 6:4

Christin Brecht/Sara Weber (1:0), Elisabeth Frey/ Nadine Deinert (0:1), Christin Brecht (2:0), Elisabeth Frey (1:1), Nadine Deinert (1:1), Sara Weber (1:1)

Schüler:

Gruppe:

TTC Wirges – SV DJK Kolbermoor 4:6

Maximilian Bohn/Mirko Güll (1:0), Vincent Schwickert/Luca Schneider (1:0), Maximilian Bohn (1:1), Vincent Schwickert (0:2), Luca Schneider (0:2), Mirko Güll (1:1)

TTC Wirges – Borussia Düsseldorf 0:6

Maximilian Bohn/Mirko Güll (0:1), Vincent Schwickert/Luca Schneider (0:1), Maximilian Bohn (0:1), Vincent Schwickert (0:1), Luca Schneider (0:1), Mirko Güll (0:1)

TTC Wirges – TSV Bargteheide 1:6

Maximilian Bohn/Mirko Güll (1:0), Vincent Schwickert/Luca Schneider (0:0), Maximilian Bohn (0:1), Vincent Schwickert (0:1), Luca Schneider (0:1), Mirko Güll (0:1)

„kleines Halbfinale“

TTC Wirges – Torpedo Göttingen 1:6

Maximilian Bohn/Mirko Güll (0:1), Vincent Schwickert/Luca Schneider (1:0), Maximilian Bohn (0:1), Vincent Schwickert (0:1), Luca Schneider (0:1), Mirko Güll (0:1)

Spiel um Platz 7

TTC Wirges – TTC Holzhausen

Maximilian Bohn/Mirko Güll (1:0), Vincent Schwickert/Luca Schneider (0:1), Maximilian Bohn (2:0), Vincent Schwickert (1:0), Luca Schneider (1:0), Mirko Güll (1:0)



Zeitraum