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28.06.2014

Verbandstag in Torney: Neue Satzung für den TTVR

Gottfried Brubach Ehrenmitglied des TTVR

Tischtennisverband Rheinland beschließt einstimmig neue Satzung

Der TTVR hat sich auf dem Verbandstag 2014 für die kommenden Jahre und die Herausforderungen mit einer neuen Satzung und neuen Gesichtern im Präsidium gerüstet. Vom Freitag Abend in Neuwied-Torney gehen in jeder Hinsicht positive Signale für die Tischtennis Zukunft aus. Präsidium und Vereine wollen am gleichen Strang in die gleiche Richtung ziehen. Das heißt: Den demographischen Wandel meistern und den Mitgliederrückgang stoppen. Präsident Dieter Angst wurde einstimmig im Amt bestätigt. Frank Mittnacht und Thomas Drysch verstärken das Präsidium.

 

In seiner Eröffnungsansprache verdeutlichte TTVR-Präsident Dieter Angst anschaulich, dass der Tischtennissport im Rheinland zwar vor großen Herausforderungen steht. Die können aber bewältigt werden .  Angst verlangte von den Vereinen einmal mehr qualifizierte Jugendarbeit, um so die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Im Vergleich zu anderen Sportarten  - Dieter Angst zog hier leicht nachvollziehbare Vergleiche z. B. mit dem Ballett – kommt Tischtennis nämlich geradezu kostengünstig daher. Deswegen sollten Vereine durchaus in gute Übungsleiter investieren, denn dann sind Eltern durchaus bereit, den Sport ihrer Kinder auch zu bezahlen.

Darüber hinaus stellte er für die nächste Zukunft weitere zentrale Punkte der Verbandsarbeit heraus. So wird die Halle am Koblenzer Mozaertplatz zum Jahresende geschlossen. Ein Ersatz für das Verbandstraining soll bald entstehen. Angst bedankte sich beim anwesenden Vizepräsidenten des Sportbundes Rheinland, Walter Desch, für die Unterstützung. Des weiteren soll die Zusammenarbeit mit dem rheinhessischen Tischtennisverband intensiviert werden. Gemeinsame Mannschaften auf Bundesebene sind geplant. Und auch ein neuer Verbandstrainer Leistungssport soll bald ein- und vorgestellt werden.

Der zentrale Tagungsordnungspunkt beim Torneyer Verbandstag war aber die neue Satzung für den Tischtennisverband Rheinland. Die Satzungskommission mit Heinz-Alfred Fuchs, Wolfgang Binder, Wolfgang Stengel und Franz Homscheid hat in den letzten Monaten viel Zeit aufgebracht, oft bis in die Nacht gearbeitet, um eine Satzung auf den Weg zu bringen, die an den neuen Herausforderungen und an den gewandelten gesellschaftlichen Verhältnissen ausgerichtet sein soll. Heinz-Alfred Fuchs, der TTVR-Ehrenpräsident, stellte die neue Satzung vor. Sie soll im Kern

  • effektiveren Informations- und Kommunikationsfluss bewirken
  • die Mitgliedergewinnung und –pflege verbessern, insbesondere durch stärkere Zusammenarbeit mit Schulen
  • eine praxisgerechte Umsetzung einer neuen Verbandsstruktur bieten.

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Mitgliederversammlungen finden turnusmäßig alle drei Jahre statt
  • Vizepräsident Sportentwicklung wird eingeführt. Aufgaben ua:Neue Wege in Zusammenarbeit mit Schulen finden. Projekte im Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport auf den Weg bringen.
  • Führungskompetenz gemäß BGB wird angepasst
  • Verschlankung des Hauptausschuss von 19 auf 15 Mitglieder
  • Beschleunigung der Beschlussfassung im Spielbetrieb
  • Anpassung an Rechtsvorgaben desBGB und AO

Die Kommission unter der Leitung von Heinz-Alfred Fuchs hat sich  sachkundigen Rat bei Stefan Wagner vom DOSB geholt und eine überzeugende Satzung erarbeitet. Der Verbandstag hat die neue Satzung einstimmig beschlossen.

Nach dieser Satzung wurde dann auch das neue Präsidium gewählt. Dieter Angst wurde einstimmig wieder gewählt und führt den TTVR nun weitere drei Jahre als Präsident. Der Mann von der Mosel hat sich als Präsident des Ausgleichs bewährt, und auch in Torney wurde einmal mehr klar, dass Dieter Angst die Tischtennissportler im Rheinland hinter sich vereint hat. Daneben wurden alle Präsidiumsmitglieder, die sich zur Wiederwahl stellten, ebenso ohne Gegenstimmen wieder gewählt.  Vizepräsident Sport bleibt Marcel Mareien, Vizepräsidentin Jugend Anja Becker. Karl Kamps stand für den Posten Finanzen nicht mehr zur Verfügung. Für ihn wurde Thomas Drysch gewählt und den neuen Bereich Sportentwicklung übernimmt Frank Mittnacht. Damit hat sich der ehemalige TTVR-Präsident Mittnacht einer großen Herausforderung gestellt. Viel Erfolg, Frank!

Die Referenten Torsten Feuckert (Aus- und Fortbildung), Hanspeter Führer  (Schul- und Breitensport), Wolfgang Hahn (Spielbetrieb) und Jürgen de Witte (Schiedsrichterwesen) wurden alle ohne Gegenstimme bestätigt. Einen Wechsel gab es im Seniorenbereich. Heinz Dillenberger wurde mit einer einzigen Stimme Vorsprung vor Reiner Werschkun gewählt. Der Verbandstag in Torney zeigte, dass es durchaus strittige Auseinandersetzungen gab, die aber sportlich fair und sachlich ausgetragen wurden.

Dillenberger beerbt übrigens Gottfried Brubach. Brubach hat mit seiner TTG Torney-Engers den Verbandstag nicht nur perfekt ausgerichtet, sondern nach sage und schreibe 35 Jahren legte er sein Amt als Seniorenwart nieder. Gottfried Brubach war immer ein Vorbild an Zuverlässigkeit und Fleiß, seine Arbeit immer sorgfältig und punktgenau. Ein Sportler mit viel Herz  ist er sowieso. Er hat den Verband mitgeprägt. Deswegen wurde Gottfried Brubach noch in Torney zum TTVR-Ehrenmitglied ernannt, das ganze unter minutenlangem stehenden Applaus – ein bewegender Moment.

Brubach wurde zurecht ausgezeichnet. Daneben hatten auch andere Sportkameraden/-innen ihre Ehrungen verdient.

TTVR Ehrenmedaille: Torsten Feuckert, Wolfgang Stengel

TTVR Ehrennadel Gold: Patrick Aicher, Jürgen Johann

TTVR Ehrennadel Silber: Hanspeter Führer, Hagen Müller, Felix Heinemann

TTVR Ehrennadel Bronze: Martin Koreis, Felix Heinz, Jürgen de Witte

Für besondere sportliche Leistungen im Seniorenbereich wurden ausgezeichnet: Hannelore Dillenberger, Karla Gutschmidt, Heidi Wunner und Günter Krauß.

Daneben wurden erstmalig erfolgreiche Jungen und Mädchen mit der Schüler bzw Jugendsiegernadel geehrt. Layla Eckmann und Johanna Pfefferkorn. Sowie die erfolgreiche Jungenmannschaft, die beim Deutschlandpokal den hervorragenden 2. Platz belegt hat mit Christopher Simonis, Christian Güll, Jan Limbach und Kevin Eckmann.

 

Stefan Freisberg


Torsten Feuckert

Wolfgang Stengel

Präsidium (v.l. Franz Homscheid, Frank Mittnacht, Marcel Mareien, Anja Becker, Dieter Angst und Thomas Drysch

Zeitraum