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19.03.2014

Zugbrückenteam will Wang Xi & Co. Paroli bieten

Sonntag, 23.03., 15 Uhr:
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell


Ein ausgesprochener Hochkaräter gastiert am 17. Spieltag in der Zugbrückenhalle. Es handelt sich um die Mannschaft der Saison, Ligaprimus TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell.


Nachdem die Osthessen letzte Saison die Play-offs verpasst hatten, war es ihr Ziel, die Scharte auszuwetzen und endlich wieder unter Deutschlands TOP 4 vorzustoßen. Dass es der Ligaprimus, der aller Wahrscheinlichkeit nach die Punktrunde auf dem Spitzenplatz abschließen wird, so früh erreichen würde, hätten sich auch die kühnsten Optimisten in der alten Bischofsstadt nicht träumen lassen. Bereits am 14. Spieltag hatte man sich auch rein rechnerisch für die Play-offs qualifiziert. Sagenhafte 28:2 Punkte nach dem 15. Spieltag dokumentieren, welche Qualität die Mannschaft besitzt.
Man hatte vor der Saison den Ex-Grenzauer Defensivkünstler Ruwen Filus (März-Weltrangliste Platz 79, TTBL-Bilanz nach 15 Spieltagen: 11:3) unter Vertrag genommen. Der 22-jährige Philipp Floritz (WRL 217, TTBL 1:2) unterschrieb bei den Maberzellern als Nummer vier. Somit hat man, inklusive des ambitionierten Patrick Franziska (WRL 33, TTBL 14:3) – der 21-Jährige hat in dieser Saison endgültig den Durchbruch geschafft –, gleich drei junge DTTB-Nationalspieler im Kader, die hinter dem 30-jährigen Leitwolf Wang Xi (TTBL 18:5) aufschlagen. Man kann also beim Gegner durchaus vom halben deutschen Nationalteam sprechen plus Wang Xi, der kurz vor der Einbürgerung steht und dann auch für den DTTB spielen möchte.
Und man verfügt gleich über zwei Defensivkünstler im Team – das gibt es sonst nirgends in der Bundesliga und hat sich in Fulda als Erfolgsrezept erwiesen, auch wenn neunmalkluge „Experten“ den Hessen vor der Saison damit Schiffbruch prophezeit hatten. Überwiegend defensiv orientiert bleibt man übrigens auch in der kommenden Saison, nur Patrick Franziska verlässt den Klub in Richtung Düsseldorf, dafür kommt von dort Patrick Baum.
Das Zugbrückenteam hatte sich bis Weihnachten nach einer furiosen Siegesserie auf den vierten Platz vorgearbeitet. Leider musste man dann – im gesamten Januar ohne die Nummer zwei Yoshida – einige knappe Niederlagen hinnehmen und fiel in der Tabelle bis auf Rang sieben zurück. Durch den Heimsieg gegen Mühlhausen kletterte man wenigstens wieder auf Rang sechs, der aber – gemessen an der Qualität der Truppe – nicht vollends befriedigen kann.
Doch das Quartett aus dem rheinischen Westerwald ist fest entschlossen, im letzten Heimspiel der Saison nochmals richtig Gas zu geben und die treuen Fans mit einem schönen Tischtennis-Erlebnis zu verabschieden, damit die Vorfreude auf die Spielzeit 2014/15 umso größer wird. Zudem möchte man Revanche nehmen für die deftige 0:3-Hinspielniederlage in der Rhön.

Bei sehr guter Tagesform von Andrej Gacina (WRL 32, TTBL 16:11), Masaki Yoshida (WRL 105, TTBL 9:10), Lubomir Jancarik (WRL 140, TTBL 6:7) und Spielertrainer Tomas Pavelka sowie ein wenig Glück im Aufstellungspoker könnte etwas gehen. Schließlich hat man in dieser Saison auch schon Mannschaften wie Borussia Düsseldorf oder Werder Bremen geschlagen und verfügt über ein gut harmonierendes Team, das kämpferisch immer alles gibt.
Manfred Gstettner hofft natürlich auch darauf, dass seine Jungs im letzten Heimspiel der Saison nochmals über sich hinauswachsen und eine Überraschung schaffen. Dennoch überwiegt beim TTC-Präsidenten eine gewisse Skepsis, auch weil es in der Mannschaft keinen ausgesprochenen „Abwehr-Killer“ gibt: „Gegen Fulda wird es verdammt schwer, da unsere Spieler gegen Abwehr wenig Erfahrung mitbringen. Wir werden sehen, was sich machen lässt.“

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