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Personal/Hintergrund
16.12.2013

DTTB-Bundestag in Halle/Saale

DTTB-Beitrag steigt in 2015 / Ausweitung der bundesweiten Rangliste

Halle/Saale. Die Diskussion beim Bundestag in Halle an der Saale um eine Erhöhung der Beiträge der 20 Mitgliedsverbände an den Deutschen Tischtennis-Bund hat nach Verhandlungen mit einem Kompromiss geendet.
Das Gesamtbeitragsaufkommen der Mitgliedsverbände beträgt für 2014 weiterhin 1,32 Millionen Euro, in 2015 dann 1,54 Millionen Euro. Der modifizierte Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Gemeinsam mit den Verbänden wird der DTTB im kommenden Jahr Aufgaben, Schwerpunkte und deren Verteilung zwischen DTTB und seinen Mitgliedsverbänden erörtern. „In dieser schwierigen finanziellen Situation für uns alle ist dies das wichtige Signal, dass wir weiterhin gut und gemeinschaftlich arbeiten können“, sagte DTTB-Präsident Thomas Weikert. Die letzte Beitragserhöhung hatte es im Jahr 2001 gegeben.

Mehrheitlich angenommen wurde der umfangreiche Antragsblock aus Bayern und Niedersachsen zum Verwaltungs- und Ergebnisportal click-TT. Alle Mitgliedsverbände müssen künftig Spielberechtigungen von Turnierteilnehmern sowie einmal jährlich die Ergebnisse des gesamten Mannschaftsspielbetriebs in click-TT einpflegen – unabhängig von der Nutzung anderer Systeme zur Spielbetriebsverwaltung. Dies gewährleistet die Ausweitung der bundesweiten Rangliste, in der schon jetzt rund 80 Prozent der aktiven Spielerinnen und Spieler in Deutschland geführt werden, und erhöht die Chancengleichheit bei Setzlisten, die auf den sogenannten Q-TTR-Werten der Spielerinnen und Spieler basieren. Für das Erstellen von Setzlisten ist es im Einzelfall auf Bundesebene den entsprechenden DTTB-Gremien vorbehalten, Ausnahmen bei der Eingruppierung nach Q-TTR-Wert zuzulassen.

Bundesliga-Anträge angenommen: Coaching-, Aufstiegs- und Pausenregelungen

Die Coaching-Regel in den Bundesligen wurde ohne zeitliche Begrenzung in die Bundesliga-Ordnung aufgenommen. Im kommenden Jahr soll es bei der WM in Tokio passend dazu einen Antrag des DTTB beim Weltverband ITTF geben, der es dann weltweit den an der Spiel-Box zugelassenen Personen wie Trainern und Teamkollegen erlauben soll, zwischen den Ballwechseln verbale oder optische Coaching-Hinweise zu geben. Die nationale Testphase läuft seit Juli 2011 in den obersten Spielklassen, wurde insgesamt positiv aufgenommen und fördert die Emotionalisierung des Tischtennissports.

Auf Wunsch der 1. Damen-Bundesliga wird ab der kommenden Saison auch ein Verein, der nicht unter den ersten Drei in der Abschlusstabelle der 2. Bundesligen platziert ist, die Möglichkeit bekommen, in die 1. Bundesliga aufzusteigen, sollte die Sollstärke im Oberhaus nicht erreicht werden. Aktuell spielen nur acht Mannschaften in Liga eins. Daneben wird es in allen Bundesligen bereits nach dem vierten Spiel verpflichtend eine 15-minütige Pause geben, unter anderem um unabhängig vom Mannschaftsergebnis Sponsoren die Möglichkeit zur Präsentation zu geben.

Entscheidungen von Samstag: Präsidium einstimmig wiedergewählt / Neues zum Plastikball

Die turnusmäßigen Neuwahlen waren schon am ersten Sitzungstag. Unter anderem sprachen sich dabei die rund 60 Delegierten des Bundestags als höchstem DTTB-Organ einstimmig für eine weitere zweijährige Amtszeit des Präsidiums um Präsident Thomas Weikert aus. Weitere wichtige Entscheidung vom Samstag: Der Plastikball wird ab Juli im Individual-Spielbetrieb auf Bundesebene eingesetzt, und für die fünf oberen Spielklassen spricht das DTTB-Präsidium die Empfehlung aus, den Plastikball ebenfalls ab Sommer zu nutzen.

Der nächste Bundestag ist am 22. oder 29. November 2014 in Frankfurt am Main.

Ausführlicher Bericht vom Samstag - DTTB-Präsidium um Thomas Weikert beim Bundestag einstimmig wiedergewählt / Neues zum Plastikball: http://www.tischtennis.de/aktuelles/meldung/14994

Quelle: DTTB

 

 


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