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26.08.2013

Zum Auftakt eine Herkules-Aufgabe: TTC startet in Düsseldorf in die Saison 2013/2014

Das Niveau von Europas Topliga dürfte sich nochmals gesteigert haben. Natürlich sind die Play-off-Teilnehmer der letzten Spielzeit allesamt wieder heiße Kandidaten für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. So auch der Auftaktgegner des TTC Zugbrücke Grenzau am 31. August.

Borussia Düsseldorf will die bescheidene Saison 2012/13 vergessen machen. Nach einer Katastrophensaison mit Verletzungspech – nur einer von ursprünglich vier eingeplanten Titeln ging an den „FC Bayern des Tischtennissports“ –, sind Boll & Co. natürlich heiß auf Rehabilitierung und wollen 2013/14 unbedingt das Versäumte nachholen. Mit dem Ex-Gräfelfinger und -Bremer Achanta wurde ein weiterer Top-Akteur verpflichtet. Dadurch sind die Düsseldorfer ausgeglichener besetzt als in der Vorsaison. Sie dürften bei sämtlichen Titelvergaben der Saison ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Im vermutlich mit 1.100 Zuschauern ausverkauften Düsseldorfer ARAG CenterCourt wird der Gegner mit em Weltranglistenfünften Timo Boll, der traditionell zum Saisonauftakt und gegen dasZugbrückenteam zum Einsatz kommt, auflaufen. Als Nummer zwei ist der zweimalige Vizeeuropameister im Einzel Patrick Baum (Weltrangliste 21) vorgesehen, der auch schon für den TTC Zugbrücke Grenzau gespielt hat. Die etatmäßige Nummer drei Christian Süß (WRL 46) wird verletzungsbedingt noch einige Zeit pausieren. Zum Einsatz kommen könnte dagegen der starke Inder Kamal Sharath Achanta (WRL 56). Etwas schwächer einzuschätzen, gewiss jedoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, ist die Nummer fünf der Meldeliste, DTTB-Jungnationalspieler Ricardo Walther (WRL 191). Insgesamt zweifellos ein Gegner mit extrem hoher Qualität im Team.

Doch der TTC wird versuchen, mit Herzblut und Teamgeist dagegenzuhalten. Andrej Gacina, Masaki Yoshida, Lubomir Jancarik und Spielertrainer Tomas Pavelka sind heiß auf die neue Saison und wollen beweisen, dass die Mannschaft nicht nur jung, ambitioniert und ein Faustpfand für die Zukunft ist, sondern bereits jetzt auf hohem Niveau Tischtennis spielen kann.

Von den beiden Neuzugängen erhofft man sich einiges: Der erst 18-jährige Japaner Masaki Yoshida (WRL 147) ist eines der größten internationalen Talente überhaupt und war letzte Saison bei Frickenhausen II in der 2. Bundesliga völlig unterfordert. Seine Einzelbilanz von 33:1 im vorderen Paarkreuz ist einsamer Zweitliga-Rekord. Und als er mal in der TTBL Ersatz spielen durfte, schlug der Wirbelwind aus dem Land der aufgehenden Sonne auch noch Bastian Steger.

Auch Lubomir Jancarik (WRL 155) kann mit seinen 25 Jahren noch als steigerungsfähiger Spieler mit Perspektive gelten, der nun erstmals in der TTBL zeigen darf, was er kann. Der hochgewachsene Rechtshänder, der sein Land bei den Olympischen Spielen in London vertrat, besitzt bereits Champions-League-Erfahrung und zählt seit Jahren zum engsten Kreis des tschechischen Nationalkaders.



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